In den letzten Jahren kam das Ende der Welt im Kino mehrmals vor. Mal schwerverdaulich wie bei „Melancholia“, dann wieder humorig-bittersüß wie „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“. Den Filmen ist gemein, dass das Ende der Welt auf natürliche Art und Weise kam. Bei „Das ist das Ende“ wird es hingegen biblisch – und saukomisch!

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Der besondere Reiz des Films ist, dass sich bekannte Stars hier selbst spielen, auch wenn sie – wie die Autoren und Regisseure Seth Rogen und Evan Goldberg – immer wieder betonen, natürlich nicht so zu sein, wie sie hier gezeichnet werden. Alles ist übersteigert und die Figuren sind so, wie sie sich das Publikum vorstellt, nachdem es einige Filme mit den Stars gesehen hat.

Seth Rogen bekommt Besuch von Jay Baruchel. Man trinkt, man kifft und dann geht’s auf zur Party in James Francos neuem Haus. Baruchel möchte da eigentlich nicht hin, da auch Rogens neuer bester Kumpel Jonah Hill da ist und Baruchel diesen nicht ausstehen kann. Aber Rogen drängt ihn, sich das nicht entgehen zu lassen. Bei Franco ist die Party dann in vollem Gange, bis das Unglaubliche passiert.

Die Apokalypse tritt ein, die Entrückung findet statt. Das heißt, die Gläubigen und Aufrechten werden per blauen Beamstrahl in den Himmel berufen, alle anderen bleiben auf Erden zurück und müssen dort ums Überleben kämpfen. Denn mit den Guten im Himmel herrscht auf Erden die Hölle.

Rogen, Franco, Baruchel, Hill, Danny McBride und Craig Robinson verschanzen sich in Francos Bude, nachdem die anderen Gäste die Flucht ergriffen haben. Aber was tut man, wenn die Apokalypse da ist, Langeweile herrscht und das Essen zur Neige geht?

Wie eine große Party

„Das ist das Ende“ ist ein wirklich kruder Film, der mit Brachialhumor daherkommt. Heißt: Wer die Komödien, die Rogen, Franco und Co. ansonsten so abliefern, nicht mag, der wird hier auch nicht glücklich werden. Erzreligiöse Zuschauer dürften auch eher weniger zum Lachen finden. Für alle anderen ist das jedoch die perfekte Party fürs Ende der Welt, bei der von Minute zu Minute alles abstruser wird.

Das ist das Ende - Seth Rogen, James Franco, Jonah Hill und Emma Watson vs. die Apokalypse

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Die Hölle tut sich auf und überlässt eine Reihe egozentrischer Hollywood-Stars der Apokalypse.
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Rogen und Goldberg haben ihr Skript bis zum Anschlag mit Gags gefüllt. Es vergeht kaum eine Minute, in der man nicht schallend lachen muss. Am Ende sind die Lachmuskeln rechtschaffen erschöpft, so gut trainiert wurden sie schon lange nicht mehr.

Besonders amüsant ist das alles natürlich, weil sich die Stars so spielen, wie man das erwartet, so z.B. Danny McBride als nerviger Egomane oder Franco als irrer Kunstfreak. Auch andere Schauspieler bekommen ihr Fett weg, denn hier gibt es massenhaft Cameos. Wer wie Danny McBride der Meinung ist, dass eine Welt ohne Michael Cera nicht das Schlechteste ist, wird sich hier bestätigt finden. Auch cool: Jason Segal lästert über die dümmlichen Drehbücher seiner Serie ab und Emma Watson greift zur Axt, um sich vor Möchtegernvergewaltigern zu schützen.

Apocalypse Now! Geschwedet!

Je länger die Apokalypse andauert, desto irrer wird das Geschehen, denn Rogen und Goldberg setzen immer noch einen drauf. Sie persiflieren und zitieren andere Filme ausgiebig, selbst solche, die man im Kontext des Weltuntergangs gar nicht erwarten würde.

Packshot zu Das ist das EndeDas ist das Ende

Wer schon immer ein Sequel zum Rogen-Franco-Hit „Ananas-Express“ sehen wollte, der muss nicht länger verzagen, denn innerhalb von „Das ist das Ende“ gibt es eben dieses Sequel, aber „geschwedet“. Denn während die Jungs inmitten der Apokalypse im Haus festsitzen, drehen sie mit Francos „127 Hours“-Kamera das Sequel, in dem Danny McBrides Figur die Stoner Rogen und Franco zwingt, ein Attentat auf Woody Harrelson zu verüben. Da Woody nicht im Film dabei ist, übernimmt den Part Jonah Hill. Das ist begnadetes Casting!

Feiern, als gäb’s kein Morgen, was es tatsächlich nicht gibt. Stars spielen sich selbst – ein ganz großer Spaß fürs Publikum.Fazit lesen

Der kleine Spaß geht nur etwa zwei Minuten, illustriert aber auch schön, dass Rogen und Goldberg gewillt sind, von der Haupthandlung abzuweichen, wenn sich entlang des Weges ein guter Gag finden lässt.

Das ist das Ende - Seth Rogen, James Franco, Jonah Hill und Emma Watson vs. die Apokalypse

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Am Anfang ist alles noch ne fette Party mit viel Alkohol, Drogen und... sowas da.
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Die Apokalypse sieht fett aus

An sich erwartet man bei dieser Art Film gar keine großen oder gar besonders guten Effekte, aber auch die sind geboten. Das Erdbeben, die Entrückung, die brennenden Hollywood Hills, die Monster – all das ist exzellent umgesetzt und wertet den Film immens auf. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass der Ursprung der Idee der kleine Kurzfilm „Seth and Jay vs. The Apocalypse“ ist, in der die zwei Kumpels im Keller das Ende der Welt erleben.