"Oberflächlich gefälliges, aber inhaltlich sehr mageres Anhängsel der Bourne-Trilogie, das von den Schauspielern halbwegs gerettet wird." - Peter Osteried

„Das Bourne Vermächtnis“ ist ein durchaus gefälliger Film – zumindest dann, wenn man nicht von den ersten Minuten an feiste Mann-gegen-Mann-Kämpfe oder Ballereien am laufenden Band erwartet. Die Geschichte ist jedoch äußerst mager und täuscht Komplexität vor, wo eigentlich nur Simplizität vorherrscht.

Das kann Gilroy ganz gut, weswegen man sich den Film auch durchaus gut anschauen kann, wenn man nicht zu jenen Menschen gehört, die schon während des Guckens mit dem Analysieren des Plots beschäftigt sind. Im Nachhinein zerfällt der Film jedoch deutlich und erscheint mehr wie ein irrelevanter Nebenkriegsschauplatz, was noch dadurch bestärkt wird, dass er parallel zu „Das Bourne Ultimatum“ stattfindet.

Gerettet wird das Ganze durch die wirklich guten Schauspieler, die den Dialogen und den Motivationen ihrer Figuren zum Trotz erstklassige Arbeit abliefern und stark dabei helfen, den Film zumindest während der unmittelbaren Rezeption weitestgehend unterhaltsam werden zu lassen.