Lordi ist eine finnische Metal-Kombo, die ihren überschaubaren musikalischen Horizont mit garstigen Monstermasken vertuscht und 2006 den Grand Prix d’Eurovision gewann. Gwar für Leute, die Gwar nicht kennen, und das gleich so erfolgreich, dass nun ihr erster Kinofilm in den Startlöchern steht: „Dark Floors“.
Die Mannen von Lordi treten in dem Film als Monster auf, was ja irgendwie nahe liegt, und haben auch am Buch mitgeschrieben. Die Handlung dreht sich um ein mysteriöses Krankenhaus, dessen Korridore vorwiegend von außerweltlichen Kreaturen bevölkert werden. Ein Prosit auf Pete Riski, den Regisseur, denn er durfte hier schlappe 4,2 Millionen Euro verbraten, inklusive 300.000 Euro staatlicher Förderung.
Merke: Schaurige Masken allein machen noch keinen Horrorfilm.Dass ein Gummimonster-Film aus Finnland Fördergelder abgreifen kann, darf als satte Sensation gewertet werden, deren ungläubige Kulleraugen am Kinoausgang auf kleine Schlitze treffen. All das Geld, all die lustigen Masken und all die grundsätzliche Sympathie für spinnerte Finnen können leider nicht verhindern, dass „Dark Floors“ vor allem eines ist: langweilig.
Die Langeweile des Films beruht zu einem guten Teil auf der Erwartung, die man an so einen bunten Quatsch haben kann, und verfolgt einen bis in den letzten Winkel der kahlen Krankenhauskorridore. Statt campiger Monster-Action stehen verdammt kurz gehaltene CGI-Effekte auf dem Speiseplan, statt meterweiter Blutfontänen furztrockene Pixelmasken und statt einer schrägen bis flotten Geschichte ein endlos zerredeter „Silent Hill“ Abklatsch.
Die gute Produktion täuscht leider nicht über das fehlende Drehbuch hinweg.Wenn man Lordi nicht kennen und einfach ins Blaue die „Play“ Taste drücken würde, könnte als Nenner gerne ein milde aufregender Level-Grusler herauskommen. „Dark Floors“ schaut wirklich toll aus, die Effekte, wenn sie denn mal kommen, sind auch gut und die von Level, äh, Entschuldigung, Korridor zu Korridor kriechende Geschichte verpasst keine Schocks oberhalb einer konsumentenfreundlichen FSK 16 Freigabe.
Es liegt die Vermutung nahe, dass die Milde des Geschehens dem stattlichen Budget zuzuschreiben ist und aus einem Troma-esken Trash-Knaller eine stattliche DVD-/Blu-Ray-Premiere mit enttäuschend bissloser Marschrichtung gemacht hat. Der Aura von Lordi zuzuschreiben sind hier nur die charakterlichen Scherenschnitte, Logiklöcher und gar grausige Dialoge, doch ermüdendes Herumgetapse in wirklich verdammt leeren Korridoren gehört eher nicht zum Bühnenrepertoire. „Dark Floors“ ist eine verdammt gute Idee in einem verdammt braven Film.
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Über das nichtsagende inklusive einem gewaltigen Cliffhanger "am Ende" möchte ich mich erst gar nicht auslassen. Dennoch besser als Rob Zombies Filme :P
Edit wo bleibst du????????
Über das nichtsagende inklusive einem gewaltigen Cliffhanger möchte ich mich erst gar nicht auslassen. Dennoch besser als Rob Zombies Filme :P
Der Film hier aber ist weder Fisch noch Fleisch. Na ja...