Es war also doch tatsächlich kein Gerücht. Marvel Studios und Sony Pictures haben tatsächlich über Spider-Mans Auftritt im Marvel Cinematic Universe von Marvel Studios gesprochen. Das kam durch Dokumente ans Licht, die durch den kürzlichen Hacker-Angriff auf Sony Pictures gestohlen wurden.

The First Avenger: Civil War - Marvel Studios und Sony Pictures sprachen über möglichen Spider-Man-Auftritt

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuThe First Avenger: Civil War
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 13/141/14
Das wird es wohl leider doch nicht mehr zu sehen geben - zumindest vorerst nicht
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Im Oktober kam das große Gerücht auf, Marvel Studios und Sony Pictures würden über eine gemeinsame Lizenznutzung für Spider-Man verhandeln. Wie man weiß, erwarb Sony Pictures die Filmrechte an Spider-Man im Jahre 1999 von MGM, und übernahm gleichzeitig alle Optionen auf jemals geschriebene Drehbücher. Seither ist Spider-Man, lange bevor Marvel Studios sich selbst an die Verfilmung der hauseigenen Comicreihen setzte, immer unter Sony-Flagge durch New York geschwungen. Leider läuft es momentan nicht besonders gut für Sony Pictures und Spider-Man, weswegen die Rückstellung von The Amazing Spider-Man 3 auf einen späteren Zeitpunkt, und die Konzentration auf den Ausbau der Spider-Man-Spin-offs Venom und The Sinister Six das Gerücht um eine mögliche, zumindest teilweise Rückkehr Spider-Mans in den Schoß von Marvel Studios nur noch zusätzlich befeuerte.

Doch davon war beim Live-Presse-Event von Marvel Studios zur Marvel Phase 3 in Los Angeles keine Rede mehr. Und das, obwohl man da die weiteren Filme bis 2019 behandelte. Waren die Gespräche etwa ergebnislos verblieben? Oder gab es nie welche?

Und hier muss man dann wohl den Hackern der Gruppe #GOP "danken", denn diese hatten die Server und Computer von Sony Pictures attackiert, und dabei neben Filmen wohl auch brisantes Informationsmaterial entwendet. Dokumente, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Und einige der gestohlenen Emails deuten nun darauf hin, dass es tatsächlich Gespräche gegeben hat.

Die gestohlenen Emails gehören zu Mails von und für Sony Pictures' Motion Picture Chief Amy Pascal. Wie sich aus den Dokumenten herauskristallisiert, gingen die Gespräche bis nach oben in die oberste Führungsetage zu Disneys Manager und Chief Executive Officer Robert Iger und Sonys Manager und Chief Executive Officer Kaz Hirai. In einer Mail vom 30. Oktober sprach Sony Pictures' Präsident Doug Belgrad mit Pascal über ein mögliches Szenario, in dem Marvel Studios zwar eine neue Spider-Man-Trilogie produzieren, Sony Pictures aber als Rechteinhaber die kreative Kontrolle, das Marketing und die Distribution behalten sollte.

Und jetzt ein hochinteressantes und schlüssiges Detail: In einer weiteren Email teilte Pascal einem Geschäftspartner mit, dass Marvel Studios Spider-Man sehr gerne bereits in Captain America: Civil War unterbringen würde. Das würde auch Sinn ergeben, denn im Civil War stehen sich Iron Man und Captain America gegenüber, während Spider-Man neutral in der Mitte verweilt.

Doch leider kamen die Gespräche zu keinem Ergebnis. Daraus ergibt sich, dass Sony Pictures weiterhin an seinem Plan festhält, aus den Spider-Man-Filmrechten ein ganzes Universum zu erschaffen, während Spider-Man selbst wohl zumindest bis 2019 keinen Auftritt bei den Avengers haben wird.