Mit "Kartoffelsalat - Nicht fragen!" haben die Youtube-Stars Heiko und Roman Lochmann einen Film abgeliefert, der so schlecht bewertet wurde, wie kaum ein Film vor ihm. Zweifelhafter Ruhm also, der der Schauspielkarriere der beiden Lochis vorher eilt. Doch von einer 1.2 auf imdb lassen sich die zwei nicht unterkriegen und kehren nun mit ihrem zweiten Machwerk zurück: "Bruder vor Luder".

Wir hatten die Chance, uns mit den Internetphänomenen zu unterhalten und ihnen einige Fragen zu ihrem neuen Machwerk zu stellen. Für alle interessierten: "Bruder vor Luder" startet bei uns am 24.12.2015 und die Kritik zum Film findet ihr hier: "Bruder vor Luder - Filmkritik: Der mieseste Film des Jahres".

gamona: Neben Regie und Schauspiel, wo wart ihr noch beteiligt?

Roman: An allem! Wir waren bei allem im Grunde dabei. Wir haben ja auch am Drehbuch mitgearbeitet. Aber es war vor allem extrem viel Arbeit, wir haben uns ja schon an vielen Wochenenden mit Tomas Erhart getroffen, insofern waren wir froh, dass wir nicht alles gemacht haben.

gamona: Was war am schwierigsten zu drehen?

Heiko: Die Schwimmbadszene, klar. Aber auch die im Restaurant war für mich schwierig, weil ich mich da ja auch total zum Idioten gemacht habe. Immerhin wusste ich ja, dass die Szenen am Ende gut werden, das hilft dann schon in so einem Moment.

Roman: Hmm. Vielleicht die Szene, in der ich im Käfig saß, mit einer Tüte über dem Kopf, das war total unbequem. Und es war auch noch der letzte Drehtag, das war ziemlich fies. Es gab halt auch so eine Szene, wo ich als Frau verkleidet war, die war jetzt nicht super unangenehm, aber… doch, die war für mich unangenehm, weil ich zehn Kilo Make-up im Gesicht hatte und ich finde, ich habe nicht gut ausgehen! Aber ich habe schon mal schöner ausgesehen als Frau in manchen Videos. Das war nicht gut. Ansonsten, die richtig unangenehmen oder ekelhaften Szenen hatte, glaube ich, der Heiko.

Heiko: Oh ja!

Roman: Kann ich mich auch mit anfreunden. War für mich jetzt nicht so schlimm.

Die Lochmann-Zwillinge - Wenn man einen Film abgedreht hat, dann hat man einen Film gedreht. Das ist schon krass!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 19/211/21
"Bruder vor Luder" erscheint am 24.12.2015 in den Kinos.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

gamona: Was hat am meisten Spaß gemacht am Drehen? Vielleicht auch nicht nur als Schauspieler, sondern auch generell am Set?

Heiko: Beim Drehen an sich oftmals die spontanen Sachen und Ideen, die man dazu gegeben hat, weil die oft einfach am lustigsten waren. Was generell in der Zeit am meisten Spaß gemacht hat, war immer nach dem Dreh, wo wir uns noch mit den anderen Schauspielern getroffen haben, was gegessen haben, dann noch abends unterwegs waren oder so, das war auch eine sehr coole Zeit. Wir haben viele neue Leute kennen gelernt und auch Freundschaften geschlossen.

Packshot zu Bruder vor LuderBruder vor Luder kaufen: ab 9,97€

Zum Beispiel mit Tara und Milena, den Mädels, den anderen beiden Hauptrollen, mit denen sind wir jetzt noch befreundet. Und ansonsten… ich finde, die Regiearbeit hat sauviel Spaß gemacht, weil man selbst mitentscheiden konnte, wie was sein soll und wie man was inszeniert. Das war auf jeden Fall cool. Manche Sachen waren ein bisschen aufwendiger, bisschen anstrengender, aber generell hat eigentlich alles Spaß gemacht.

Roman: Vor allem auch danach, wenn man so einen Film abgedreht hat, dann hat man halt einen Film gedreht. Das ist schon krass.

Bruder vor Luder - Erster Trailer zur neuen Komödie der Lochmann-ZwillingeEin weiteres Video

gamona: Könnt ihr euch vorstellen, mehr als einen Film zu drehen?

Heiko: Ich könnte mir vorstellen –

Roman: Ich hätte Bock, zehn Filme zu drehen.

Heiko: Also, ich meine, es kommen nächstes Jahr noch viele Projekte, dann wird’s wahrscheinlich keine Zeit geben für einen zweiten Teil oder für einen zweiten Film, aber generell hätte ich auf jeden Fall nochmal Bock dazu.

gamona: Eure Rollen im Film, seid das zu 100% ihr?

Heiko und Roman: Nein!

Heiko: Wir spielen uns schon selbst, aber wir sind beide Charaktere, also Rollen. Die Art und die Charaktereigenschaften von den einzelnen Rollen basieren jetzt nicht eins zu eins auf der Realität. Ich bin wirklich nicht so komplett naiv wie es im Film dargestellt wird. Ich glaube das ist schon wichtig, dass man im Film sich nochmal ein bisschen von der Realität differenziert, einfach weil man ja auch in der Rolle sein will.

Von der Dramaturgie her ist das wichtig. Der Film basiert ja auch auf keiner wahren Begebenheit, also das meiste ist wirklich erfunden, weil es für die Story wichtig war.

Die Lochmann-Zwillinge - Wenn man einen Film abgedreht hat, dann hat man einen Film gedreht. Das ist schon krass!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 19/211/21
Die Lochmann-Zwillinge.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

gamona: Habt ihr filmische Vorbilder?

Heiko: Ich find Vorbilder nicht gut, weil man sich dann komplett an den Vorbildern orientiert. Sehr viele Filme find ich lustig, aber wirklich ein Vorbild, nicht nur in dem Sinne, sondern auch in anderen Beziehungen… Wenn man sagt, ich habe ein Vorbild, das ist mein Vorbild, dann finde ich das irgendwie… Ich weiß nicht, man soll nicht den Weg von jemand anders gehen, man soll seinen eigenen Weg gehen! Man sollte nicht versuchen, jemanden nachzuahmen, weil es dann meistens in einer billigen Kopie endet.

Roman: Also Vorbilder jetzt so in unserem Film… fällt mir nicht ein. Natürlich, ein Vergleich zu anderen großen Filmen wird ab und zu da sein, sei es "Fack ju Göhte", sei es jetzt irgendwas anderes, aber generell versucht man schon, das zu unserem Film zu machen.

Heiko: A) das, B) wir haben ja selbst ganz viel kreativen Input und unseren Humor dazugegeben und ich glaube, da ist es dann gar nicht so gut, wenn man sich an anderen Filmen orientiert, weil man dann irgendwann nicht mehr man selbst ist.

gamona: Habt ihr aus Kartoffelsalat irgendwelche Lehren für euren Film gezogen?

Roman: Ne, wir waren ja auch nur einen Tag am Set.

Heiko: Ja, wir waren nur einen Tag da, das war super spontan. Wir kannten den Film ja so, wie er war, auch noch gar nicht. Als wir Bruder vor Luder gedreht haben, da war Kartoffelsalat gerade im Schnitt. Also von daher konnten wir nicht viel dazu sagen. Aber wir haben uns eigentlich gar nicht an Kartoffelsalat orientiert.