Im Rahmen der Pressetour zu Red Sparrow sprach Joel Edgerton auch über den Kritikerhass gegenüber Bright und über das geplante Sequel.

Will Smith und Joel Edgerton als ungleiches Cop-Duo in Bright

"Die Kritiken könnten nicht weiter entfernt sein vom Zuschauergeschmack", sagte Netflix-CEO Reed Hastings noch Ende Januar in Bezug auf Regisseur David Ayers Bright - Netflix' erstem vollwertigen Blockbuster mit Top-Stars (Will Smith, Joel Edgerton und Noomi Rapace) und hohem Budget von circa 100 Millionen Dollar. Ungeachtet der negativen Kritikermeinungen erreichte der Film innerhalb von nur drei Tagen nach Bereitstellung rund elf Millionen Views, was in etwa ein Startwochenende von 100 Millionen Dollar an Einnahmen bedeutet hätte. Damit wäre der Fantasy-Actionfilm als eigenständige und nicht auf einem Franchise basierende Produktion auch im Kino ein Erfolg geworden. Interessanterweise konnte sich Netflix die Rechte zu Bright nur sichern, weil Warner Bros. keine Erfolgsaussichten sah. Ironie: Justice League spielte im Übrigen am Startwochenende weniger ein als Bright es hätte schaffen können.

Überspitzter Hate

Joel Edgerton, der in Bright die Rolle des ersten Ork-Cops Nick Jakoby übernahm, äußerte auf der PR-Tour für seinen neuen Film, Red Sparrow mit Jennifer Lawrence, Unverständnis für die teilweise enorm negativen Kritiken zu Bright.

"Ich finde, der Hate war wohl nur deshalb enorm überspitzt, weil der Film die Rahmenbedingungen für das Filmgeschäft verändert", glaubt Edgerton. "Aber ich denke, dass Bright wohl ein Film ist, bei dem man sich eher auf die öffentliche Meinung als auf die der hochgestochen-intellektuellen Kritiker verlassen sollte."

Sequel

Dass ein Sequel in der Mache ist, hat Netflix bereits bestätigt. Neben Ayer kehren auch Smith und Edgerton in ihre jeweiligen Rollen zurück. Und Letzterer kann es kaum erwarten, erneut in die magische Welt von Bright einzusteigen. "Die Welt ist ziemlich interessant und ich denke, dass gerade diese Tiefe und die Details die Welt so faszinierend machen. Auf der anderen Seite wiederum finde ich es interessant, dass einige kritisierten, die Analogien des Films in Bezug auf Rassen nicht tief genug gingen, während andere Leute der Auffassung waren, dass es gar nicht nötig war, da alles so offensichtlich dargestellt wurde." Er wisse zwar nicht, wohin die Reise führe, aber er hofft, dass Ayer das Sequel mit einem neuen Setting versieht, anstatt in Los Angeles zu verweilen. "Ich persönlich frage mich vielmehr, was außerhalb von Los Angeles geschieht. Ich möchte wissen, wie die verschiedenen Charaktere der großen Welt sich auf andere Städte auswirken. Wohin werden sich Daryl und Nick als Nächstes begeben nach dieser turbulenten Nacht? Wird Jakoby nun mehr akzeptiert, weil er all das durchgemacht hat? Oder wird er auch weiterhin von anderen schlecht behandelt?"

Er persönlich habe es genossen, Nick Jakoby zu verkörpern und nennt die Rolle gar eine der interessantesten in seiner Laufbahn als Schauspieler - und Edgerton hatte schon einige interessante Rollen. Man darf also gespannt sein auf Bright 2.