Es war doch eine kleine Überraschung, als bekannt wurde, dass das Ork-Cop-Projekt von Regisseur David Ayer und Produzent/Drehbuchautor Max Landis trotz Will Smith / Joel Edgerton-Stargespann nicht etwa bei einem der großen Studios, sondern bei Streaming-Dienst Netflix untergekommen ist. Ayer erklärte in einem Interview nun seine Beweggründe.

Bright - David Ayer erklärt, warum er seinen Ork-Cop-Streifen mit Netflix produziert

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Regisseur David Ayer und Will SMith haben gemeinsam bereits an Suicide Squad gearbeitet
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Im Grunde bietet Bright all die Zutaten, die man für eine zünftige Sci-Fi-Action-Fantasy-Schlacht auf der großen Leinwand benötigt: zwei große Stars (Will Smith, Joel Edgerton), einen versierten Regisseur (David Ayer), einen angesagten und begabten Drehbuchautor (Max Landis) und eine ungewöhnliche Story (Protagonist ist ein Ork-Cop, Feen und Orks leben "friedlich" neben den Menschen). Dennoch hat beim Bieterwettstreit nun ein Streaming-Dienst den Zuschlag erhalten. Warum Netflix in den Augen der Verantwortlichen die bessere Wahl ist, erklärte Regisseur David Ayer in einem Interview.

Mehr kreative Freiheit in Richtung R-Rating

Für Regisseur Ayer, der für seine eher härtere Inszenierung bekannt ist, war es die kreative Freiheit, härtere R-Rated-Filme zu inszenieren, die den Ausschlag für Netflix gab.

"Die Möglichkeit, harte Filme mit R-Rating zu machen und sie in der On-Demand-Welt laufen zu sehen", so Ayer. "Wenn man das im KIno veröffentlicht, tut man gut daran, ins Schwarze zu treffen, irgendeinen Zeitgeist zu erwischen. Ansonsten ist es ein Risiko für Studios. Es ist wesentlich einfacher für sie, 200 Millionen Dollar für große Blockbuster auszugeben als 40 bis 90 Millionen für die Filme, die ich mache."

Da hat Ayer sicherlich recht. Schon lange ist zu beobachten, wie die Lücke zwischen den günstigen Unter-40-Millionen-Dollar-Produktionen und den Filmen ab 100 aufwärts immer mehr verschwindet. In genau diese Lücke fielen früher Filme, die etwas Neues ausprobierten oder auch einfache Actionfilme. Heutzutage wird etwas entweder künstlich auf Blockbuster-Niveau angehoben oder gar nicht mehr erst produziert. Netflix ist dagegen eine Plattform, die genau solchen Filmen eine neue Plattform bieten will. Mit Cary-Joji Fukunagas Beast of no Nation und Adam Sanders The Ridiculous 6 sind bereits erste Filme als Netflix-Originals erschienen. Und der Streaming-Dienst ist erst im Begriff, aufzuholen.

Wie man auch an Serien wie Daredevil gesehen hat, scheut sich Netflix nicht davor, Serien und Filme auch ins R-Rating-Fach zu verlegen, wenn es passt. Für Ayer stellt Netflix auch die Zukunft dar.

"Netflix ist dieses revolutionäre Unternehmen an der Front dessen, wie sich dieses Geschäft weiterentwickeln wird. Als Regisseur im Cockpit zu sitzen und über den Horizont hinauszusehen, lässt einen jeden Tag Änderungen erblicken."

Für ihn seien tragbare Wiedergabegeräte und On-Demand-Dienste die Zukunft der Filmindustrie. Er sei sich sicher, dass er Bright bei Netflix genau so inszenieren dürfe, wie es ihm vorschwebe.

Was denkt ihr? Ist das die Zukunft des Films? Oder zumindest eine potentielle Möglichkeit für kleinere Projekte mit hohen Risiken?

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