Noch immer geistert die Nachricht um Paul Walkers Tod durch die Medien. Der Schauspieler war Ende letzten Jahres bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Postum erscheint mit „Brick Mansions“ nun der letzte Film mit ihm in der Hauptrolle, bei dem der charismatische Actionstar noch einmal zeigt, warum seine Fans ihn so lieben.

Brick Mansions - Exklusiv: die ersten 10 Minuten aus dem Film (Teil 3)8 weitere Videos

„Brick Mansions“ passt perfekt in die Liste von Filmen, in denen Actionstar Paul Walker mitspielte. „Fast & Furious 7“ mal ausgenommen, in dem seine Brüder ihn doubeln werden, war „Brick Mansions“ der letzte Film mit Walker in der Hauptrolle. Hier spielt er an der Seite von Parkour-Legende David Belle einen ehrlichen Cop, der im Ghetto von Detroit gehörig aufräumen will.

Brick Mansions - Paul Walkers letzter Film

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Der Film ist ein Remake der französischen Produktion "Ghettogangz - Die Hölle von Paris".
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Der Film ist ein Remake des französischen Actionthrillers „Ghettogangz – Die Hölle von Paris“ aus dem Jahr 2004. „Brick Mansions“ übernimmt allerdings nicht nur zum Großteil die Handlung von seinem Vorbild, sondern auch Teile des Teams: Action-Garant Luc Besson („Das fünfte Element“, „Léon – Der Profi“, „96 Hours“) war bei beiden Versionen als Autor und Produzent tätig und David Belle durfte auch vor 10 Jahren schon die gleiche Hauptrolle in dem französischen Original spielen.

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Parkour-Action mit David Belle

Der Handlungsort wurde allerdings von Paris in ein dystopisches Detroit in naher Zukunft verlegt, wo Korruption und Drogenbarone die Stadt regieren. Vor allem ein Stadtteil bereitet Politikern und der Polizei große Schwierigkeiten: Brick Mansions. Als sie nicht mehr Herr der Lage werden, schieben sie im wahrsten Sinne des Wortes einen Riegel davor.

Sie ummauern den gesamten Bezirk, keiner kommt mehr rein oder raus. Nur gut bewachte Durchgänge ermöglichen ein wenig Fluktuation. Dass sich die Lage innerhalb von Brick Mansions dadurch nicht gerade verbessert, ist der Außenwelt egal. Schulen und Polizeistationen wurden geschlossen, die Menschen sind auf sich allein gestellt.

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"Brick Mansions" erscheint bei uns am 05.06.2014 in den Kinos.
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Gangs rivalisieren um die Vorherrschaft, die sich Drogenbaron Tremaine Alexander (Rap-Star RZA) sichern konnte. Doch es gibt einen, der in dem beeindruckend designten Brick Mansions für das Gute kämpft: Lino, der von David Belle verkörpert wird. Ebenso wie sein Schauspieler beherrscht Lino die aus Frankreich stammende, athletische Fortbewegungsart „Parkour“, die von Belle mitbegründet und einer breiteren Masse durch „Ghettogangz“ bekannt wurde.

Luc Besson präsentiert mit „Brick Mansions“ einen zwar klischeebeladenen und recht platten, aber spaßigen und temporeichen Popkornkino-Actionfilm.Fazit lesen

Durch David Belle steht auch in „Brick Mansions“ diese Kunst der Fortbewegung wieder im Vordergrund, die viele rasante Actionszenen verspricht. Lino möchte aus Brick Mansions einen besseren Fleck machen und liefert Tremaine deshalb bei der Polizei ab. Dabei hat er allerdings nicht bedacht, dass die korrupten Bullen innerhalb der Stadtmauern auch vom Drogenbaron kontrolliert werden, woraufhin Lino selbst im Knast landet.

Action, Action, Action

Zur gleichen Zeit kämpft auf der anderen Seite der Mauern ein anderer für Gerechtigkeit: Undercover-Cop Damien Collier (Paul Walker). Auch er hat noch eine Rechnung mit Tremaine Alexander offen und möchte deshalb für Recht und Ordnung im Ghetto-Bezirk sorgen. Als der Drogenbaron in den Besitz einer atomaren Waffe gerät und den Bürgermeister von Detroit damit erpresst, wird Collier nach Brick Mansions geschickt, damit er die Rakete entschärft.

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Damien Collier (Paul Walker).
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Um sich dort gefahrlos fortbewegen zu können und um in Tremaines Nähe zu kommen, benötigt er jedoch die Hilfe eines Insiders, wodurch sich die Wege von Lino und Collier kreuzen. Während beide einander anfangs noch skeptisch gegenüber stehen, bemerken sie bald, dass sie für die gleiche Sache kämpfen und werden zu einem unschlagbaren Team.

Die Rezeptur und die Handlung des Films sind somit relativ simpel: Gut gegen Böse, Helden-Dreamteam gegen Drogenboss und vor allem: Action, Action, Action! Und ebendiese steht nun einmal im Mittelpunkt von „Brick Mansions“, weswegen auf eine wendungsreiche und tiefgründige Story auch verzichtet werden kann.

„Gangster von Brick Mansions, Zeit aufzurüsten!“

An manchen Stellen versucht Luc Besson gesellschaftskritische Ansätze, die teilweise auch interessant anmuten, aber eher in den Hintergrund geraten. Vor allem in Hinblick darauf wirkt das Ende mit seiner utopischen 180°-Wendung viel zu einfach gewählt und zu sehr auf ein allumfassendes Happy End zugeschnitten, was dem sonst soliden Actionfilm einen regenbogenfarbenen Dämpfer verpasst.

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"Brick Mansions" ist der letzte Film mit Paul Walker in der Hauptrolle.
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Dafür erweisen sich die Actionszenen als umso stärker. Die Choreographien der Kämpfe und der Parkour-Einlagen wurden abwechslungsreich gewählt und machen viel Spaß beim Zusehen. An einigen Stellen weiß der Film dadurch auch zu überraschen, zum Beispiel wenn David Belle obercool durch den Kofferraum eines fahrenden Wagens schlüpft und so im Innern seine Gegner bekämpft.

Egal ob zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs: an Tempo fehlt es dem Film nicht. Lino und Damien mischen das Ghetto gehörig auf und lassen nur wenig unversehrt. Es wird mit schweren Geschützen durch die Gegend gefeuert, man liefert sich immer wieder rasante Verfolgungsjagten und die Stunts heizen gut ein.

Aber auch Linos Freundin Lola (Catalina Denis) und Tremaines Handlangerin Rayzah (Ayisha Issa) können gehörig austeilen. Frauen als das schwache Geschlecht? Nicht in „Brick Mansions“. Rayzah ist ein absolut erbarmungsloses Biest, das sich einen sensationell brutalen Bitch-Fight mit Lola liefert. Dabei sehen beide nicht nur fantastisch und sehr sexy aus, sondern wissen auch mit coolen Sprüchen zu überzeugen. Somit ist der Action-Fan rundum versorgt.