Regisseur Richard Linklater könnte sich ein Sequel zum Film Boyhood vorstellen, der vergangenes Wochenende mit einem Oscar für die beste Nebendarstellerin (Patricia Arquette) ausgezeichnet wurde.

Boyhood - Regisseur an Sequel interessiert

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 1/51/5
Wird man die Hauptfigur in ihren 20er Jahren begleiten können?
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die Besonderheit von Boyhood liegt darin, dass der Film im Zeitraum von 12 Jahren gedreht wurde und die Darsteller entsprechend altern. Hauptdarsteller Ellar Coltrane sieht man beispielsweise vom kleinen Jungen zum Jugendlichen heranwachsen.

Laut Linklater traf der Film erst vor einem Jahr auf sein Publikum. Und in den ersten sechs Monaten davon schloss er ein Sequel aus – es ging um diese zwölf Jahre und darum, aus der High School herauszukommen. Der Regisseur hatte keine weitere Geschichte und es gab nichts mehr zu sagen. Entsprechend kam ihm die Idee mit einem zweiten Teil auch gar nicht erst.

Inzwischen sieht das aber anders aus – wahrscheinlich deshalb, da nicht nur eine gewisse Nachfrage besteht, sondern er auch das Gefühl hat, dass das Ganze nun vorbei ist. Er wache morgens auf und denke sich, die 20er könnten eine sehr formende Zeit sein. In diesem Lebensabschnitt werde man zu dem, der man sein soll: "Es ist eine Sache, heranzuwachsen und zum College zu gehen, und eine andere… ich will also zugeben, dass meine Gedanken zu dieser Sequel-Idee getragen werden."

Für das Sequel würde er gerne wieder mit dem Boyhood-Cast zusammenarbeiten. Das dürfe aber nicht der Hauptgrund für ein solches Projekt sein, sondern man müsse etwas zu sagen haben. Man könne nicht einfach einen zweiten Teil drehen, nur weil man mit Freunden zusammenarbeiten wolle. Man müsse schon irgendetwas über diese Zeit zu sagen haben. Letztendlich könnte Boyhood 2 laut Linklater realisiert werden, muss es aber nicht.