"Hey Joe, oh Katana Joe", möchte man da am liebsten singen, denn GI Joe: Die Abrechnung stieg nicht nur, wie zu erwarten, an der Spitze der Charts ein, sondern übertraf sogar noch seinen Vorgänger um fast das Doppelte.

Was sonst noch so in den USA und Deutschland passiert ist und wer die Gewinner und Verlierer sind, erfahrt ihr ab sofort wöchentlich unter dem Thema "Box Office".

USA

Richtig abgerechnet

Dwayne "The Rock" Johnson, Channing Tatum, Bruce Willis, RZA und Jonathan Pryce in einem Film. Das kann ja nur GI Joe: Die Abrechnung sein. Satte 41,2 Millionen US-Dollar spielte der Film ein und kommt international auf über 80 Millionen Dollar. Weltweit gesehen ist das der bislang beste Start an den Kassen, selbst dessen Vorgänger schaffte in etwa gerade einmal nur die Hälfte. Bei einem Budget von 135 Millionen Dollar kann sich das absolut sehen lassen. Kein Wunder, dass das zuständige Studio bereits für GI Joe 3 grünes Licht gegeben hat.

Da half auch Twilight nicht

Auch wenn der sechste Platz für The Host ganz gut klingt, so blieb die Verfilmung basierend auf Stephenie Meyers Roman "Seelen" stark hinter den Erwartungen zurück und gilt als großer Verlierer. Kein Wunder, ist Stephenie Meyer doch die Schöpferin von Twilight und sorgte mit ihrem Werk bislang auch an den Kinokassen für ordentlich Feuer. Mit 11 Millionen Dollar am Wochenende jedoch zeigen sich selbst die Macher natürlich enttäuscht, schließlich hoffte man hier zumindest etwas an den Erfolg von Twilight anknüpfen zu können.

Und sonst so?

Das Oster-Wochenende bescherte nicht nur GI Joe: Die Abrechnung satte Zahlen, auch Die fantastische Welt von Oz hat zu feiern, schließlich kratzt der Film alleine in den USA an der 200-Millionen-Dollar-Grenze. Selbst Django Unchained kann bei solchen Zahlen nicht mithalten. Und auch der Animationsfilm Die Croods begeistert das Publikum zum zweiten Mal, 26,5 Millionen US-Dollar konnte der Film in den USA einspielen.

Deutschland

Familie Feuerstein wäre neidisch

Schon am Startwochenende konnte der Animationsfilm Die Croods in Deutschland sowohl junge als auch ältere Besucher in die Kinos locken und zeigt sich ebenso in seiner zweiten Chartwoche mit 355.000 verkauften Tickets nahezu identisch zur Vorwoche. Einspielen konnte die Steinzeitfamilie hierzulande immerhin 2,8 Millionen Euro. Übrigens hat mehr oder weniger John Cleese seine Finger mit im Spiel, denn er erschuf vor ein paar Jahren die erste Skriptversion, noch bevor die Rechte an DreamWorks gingen.

Verjagte Besucher

Da hatte sich Regisseur Thomas Vinterberg von seinem schwedischen Psychothriller Die Jagd definitiv mehr erhofft. Nur 20.000 Besucher wollten Mads Mikkelsen in der Hauptrolle sehen, wie er zur Zielscheibe aufgestauter Aggressionen wird. Darin spielt er den Kindergärtner Lucas, dessen Leben nach einigen Schicksalsschlägen endlich wieder positiv wird. Doch dann soll er sich angeblich an der Tochter seines besten Freundes vergangen haben. Das Gerücht macht sofort die Runde durch die gesamte Nachbarschaft, wodurch eine Hexenjagd auf den unschuldigen Lucas beginnt.

Klingelnde Kassen

Auch wenn Die Croods den ersten Platz der deutschen Kino-Charts belegt und GI Joe: Die Abrechnung hierzulande nicht ganz an den Animationsfilm herankommt, so sorgte er immerhin für mehr Umsatz. 3,2 Millionen Euro spielte der Film in Deutschland ein und übertraf dessen Vorgänger G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra deutlich - 3-D-Aufschlag sei Dank.

Darüber hinaus folgen auf Platz 3 Voll abgezockt mit 170.000 Besuchern und Die fantastische Welt von Oz mit etwas mehr als 100.000 Zuschauern.