Zwei altbekannte Filmreihen steigen im neuen Glanz in die US-Charts ein – und für Sam Raimi könnte es wohl in diesem Jahr nicht besser laufen. Unterdessen lässt sich in Deutschland mal wieder ein Animationsfilm nicht von der Spitze drängen.

Was sonst noch so in den USA und Deutschland passiert ist und wer die "Gewinner" und "Verlierer" sind, erfahrt ihr an dieser Stelle wöchentlich unter dem Thema "Box Office".

USA

Da tanzen die Teufel

Es ist Sam Raimis zweiter großer Hit in diesem Jahr: die Neuauflage von Evil Dead stieg direkt an die Spitze der US-Charts ein und konnte das Budget schon am ersten Wochenende wieder einbringen. 17 Millionen Dollar kostete die Produktion, 26 Millionen hingegen spielte Evil Dead bereits ein. Zuvor hatte Sam Raimi mit Die fantastische Welt von Oz Grund zu feiern, knapp 200 Millionen Dollar konnte der Film alleine in den USA einnehmen. Und auch in seiner fünften Charts-Woche liegt Die fantastische Welt von Oz im guten Mittelfeld.

Bis(s) nach unten

Schaut man sich die aktuellen Platzierungen der US-Charts an, so gibt es im Grunde kaum einen wirklichen Verlierer – bis auf eine Ausnahme. Auch in seiner zweiten Woche enttäuscht der Film The Host auf ganzer Linie, schließlich steckt dahinter Stephenie Meyers Roman "Seelen". Und diese wiederum dürften die Fans vor allem als Autorin hinter den Twilight-Romanen kennen. Mit gerade einmal rund 5 Millionen Dollar rutschte The Host auf den achten Platz herab. Das sind natürlich völlig ungewohnte Zahlen für Stephenie Meyer und Open Road Films.

Die 20-Millionen-Grenze

Ansonsten blickt man auf unglaubliche Zahlen an der Spitze: neben Evil Dead konnten ebenso G.I. Joe 3D: Die Abrechnung (21,1 Mio. – dritter Platz) und Die Croods (21,1 Mio. – zweiter Platz) die 20-Millionen-Dollar-Grenze überschreiten. Die Platzierung war am Ende also nur eine extrem knappe Sache.

Nicht ganz gereicht hat es für Jurassic Park 3D, allerdings konnten die Dinos mit 18,2 Mio. Dollar immerhin noch den guten vierten Platz belegen. Erneut beweist die 3-D-Konvertierung, dass ein Markt für Klassiker in 3-D vorhanden ist. Und für die Macher dürfte das ohnehin ein gutes Zeichen sein, befindet sich derzeit doch auch Jurassic Park 4 in der Produktion.

Deutschland

Dreimal Steinzeit

Die Croods sind auch in ihrer dritten Woche in den deutschen Charts ein Hit, 320.000 Besucher sahen den Film am Wochenende. Insgesamt kommt der Animationsfilm von DreamWorks Animation sogar auf 1,5 Millionen Dollar. Und auch ein Umsatz von 2,4 Millionen Euro lassen die Macher freuen. Die Croods darf sich als Film mit dem vierterfolgreichsten Start des Jahres rühmen.

Der nicht ganz so unglaubliche Neueinstieg

152 Kinos, ein Einspielergebnis von 165.000 Euro und 21.000 Besucher. Das klingt leider gar nicht unglaublich für den unglaublichen Burt Wonderstone. Der vielversprechende Film mit Steve Carell , Steve Buscemi , Olivia Wilde und Jim Carrey schaffte es mit diesen Zahlen noch nicht einmal in die Top 10, stattdessen belegte er nur Platz 14. Eine unglaubliche Enttäuschung.

Und sonst so?

Den besten Neueinstieg hatte Beautfiul Creatures - Eine unsterbliche Liebe und landete mit gerade einmal 40.000 Besuchern auf den neunten Platz. Viel berauschender geht es da schon im Umfeld der Chart-Spitze zur Sache. G.I. Joe 3D: Die Abrechnung (Platz 2) hatte einen Umsatz von 1,5 Millionen Dollar und wurde von 145.000 Besuchern gesehen. Auf Platz drei folgt schließlich Voll abgezockt mit 120.000 Besuchern, während Sam Raimis Die fantastische Welt von Oz immerhin noch 70.000 Zuschauer in die Kinos lockte und damit Platz 4 belegt.