Da haben sich mit Harrison Ford und Tom Cruise gleich zwei altbekannte Darsteller an die Spitze geschossen, die schon ein wenig länger nicht mehr am ersten Platz teilhaben durfte. Währenddessen sorgte das halbwegs strahlende Frühlingswochenende für ein paar Einbrüche.

USA

Homerun

Auch wenn Harrison Ford in dem Biopic 42 nur eine Nebenrolle spielt, hat er Grund zu feiern. Der Film stieg nicht nur an die Spitze der US-Charts mit satten 27 Millionen Dollar an den Kassen ein, es ist auch ein Ford-Film, der seit Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels durchaus die 100 Millionen knacken kann.

In dem Baseballfilm wird Rassentrennung thematisiert. Chadwick Boseman spielt den amerikanischen Baseballspieler Jackie Robinson, der im Jahr 1947 Sportgeschichte schrieb, als er als erster schwarzer Spieler seit 1888 in einem Team der Major Leagues auflief.

Übersättigung der Horror-Persiflage?

Der zweite Platz für Scary Movie 5 klingt natürlich großartig, doch mit gerade einmal über 15 Millionen Dollar an den Kassen in insgesamt 3402 Kinos ist der Film eine Enttäuschung.

Auch die Skandalnudeln Charlie Sheen und Lindsay Lohan konnten das Ruder nicht herumreißen. Vergleicht man den fünften Teil mit den Vorgängern, so wird schnell klar, dass womöglich eine Übersättigung herrscht. Alleine Scary Movie 4 lief mit 40 Millionen Dollar an.

Viel Geld in der Tasche

Bling Bling in den Augen haben dürfte vor allem DreamWorks, dessen steinzeitlicher Animationsfilm Die Croods auf insgesamt 142,5 Millionen Dollar kommt. Weltweit liegt der Film sogar bei unglaublichen 387,3 Millionen Dollar. Und auch die Macher von G.I. Joe 3D: Die Abrechnung dürften die Sektkorken knallen lassen, ist das inzwischen doch der vierte Filme in diesem Jahr, der die 100-Millionen-Dollar-Grenze im Box Office überschreiten konnte.

Deutschland

Endzeitstimmung von ihrer schönen Seite

Nachdem es Tom Cruise mit Jack Reacher trotz guter Zahlen in diesem Jahr in Deutschland nur auf den dritten Platz schaffte, landete er mit seinem neuen Film Oblivion einen echten Hit. Über 240.000 Kino-Besucher sahen den Film am Wochenende. Die weltweiten Kritiken fallen äußerst positiv aus, auch wir haben für den Sci-Fi-Streifen positive Worte übrig.

Top-Stars garantieren keinen Erfolg

Gerard Butler, Jessica Biel, Uma Thurman, Catherine Zeta-Jones, Dennis Quaid - die Besetzung liest sich gut. Am Ende konnte der Film Kiss the Coach aber keinen Fuß in den Top 10 fassen und landete mit gerade einmal 15.000 Zuschauern auf Platz 13. Die Kritiken sind weltweit eher durchwachsen. Schaut euch am besten unsere Kiss the Coach Filmkritik an.

Frühlingswochende

Lange herbeigesehnt, sorgte das halbwegs strahlende Frühlingswochende dann zumindest für die Zahlen an den Kassen für einige Einbrüche. Es ist auch das erste Wochenende in diesem Jahr, in dem insgesamt keine siebenstelligen Zuschauerzahlen erreicht wurden.

G.I. Joe 3D: Die Abrechnung kommt auf 65.000 Zuschauer, Voll abgezockt hingegen auf 60.000 und Ostwind auf 45.000 – alle befinden sich innerhalb der Top 5. Immerhin konnte Die Croods mit rund 100.000 Zuschauern den zweiten Platz belegen und kommt in Deutschland insgesamt damit auf etwa 1,8 Millionen.