Blade Runner 2 wird kommen. Über 30 Jahre nach dem einstigen Flop, der sich zum Kultfilm entwickelte und viele Filmemacher, egal ob Film oder Anime, beeinflusste, wird Regisseur Denis Villeneuve ein Sequel inszenieren - mit Harrison Ford. Es steht viel auf dem Spiel und das weiß Villeneuve.

Blade Runner 2 - Regisseur Denis Villeneuve spricht über Blade Runner 2

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Regisseur Denis Villeneuve bringt den Blade Runner zurück
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Den Einfluss von Ridley Scotts Blade Runner auf das Genre des Science Fiction und Cyberpunk kann man nicht bestreiten. Filme und Animes wurden entscheidend durch Scotts 1982er Flop inspiriert. Und nach über 30 Jahren wird es endlich eine Fortsetzung zu diesem Sci-Fi-Kultklassiker geben. Scott wird allerdings nicht mehr Regie führen. Er schreibt lediglich die Story, basierend auf einer Romanvorlage von Philip K. Dick. Seinen Posten übernimmt Denis Villeneuve, gefeierter Regisseur der Filme Polytechnique, Prisoners und Enemy. Demnächst startet auch sein Drogen-Actionthriller Sicario.

Im Gespräch mit Collider teilte Villeneuve mit, dass er sich dieser großen Aufgabe durchaus bewusst sei. Zu Beginn zögerte er sogar, da er nicht wusste, ob er dieses Projekt stemmen könne.

"Mehr als nervös, es ist eine tiefe Angst", so Villeneuve. "Ich meine, als ich hörte, dass Ridley Scott einen weiteren Film im Blade Runner-Universum machen wolle, war meine erste Reaktion darauf, dass es eine fantastische Idee sei, aber es könnte auch eine sehr schlechte Idee sein. Ich zähle mich zu den Hardcore-Fans von Blade Runner. Blade Runner ist auf meiner Liste der besten Filme aller Zeiten. Es ist ein Film, der mit meiner Liebe und Leidenschaft für das Kino verbunden ist. Ich komme aus einer kleinen Stadt in Quebec, wo es zu der Zeit kein Internet gab und man sich über amerikanische Fan-Magazine wie Fantastic Films und Starlog über solche Filme am Laufenden hielt; Und ich kann mich noch immer an den Schock erinnern, den Eindruck beim Sehen der ersten Bilder von Blade Runner. Ich und meine Freunde erstarrten in Ehrfurcht und waren so aufgeregt. Der Film war so eine intensive cineastische Erfahrung. Eine neue Art, Sci-Fi zu betrachten."

Für Villeneuve sei es wie ein Monument. Und als sie ihn dann auch noch zum Regisseur des Sequels auserkoren, war er zutiefst gerührt, dass er die Ehre bekam, dieses Drehbuch von Scott, Hampton Fancher und Michael Green auf die Leinwand bringen zu dürfen.

"Es ist ein sehr starkes Drehbuch. Und ich hatte das Gefühl, dass es Sinn ergibt und ich erhielt Scotts Segen. [...] Ich habe sehr gezögert. Es hat mich viel Zeit gekostet, ja zu sagen. Nicht weil ich nicht dran geglaubt hätte, sondern weil ich mir dachte, 'Wer bin ich, dass ich es wage, Hand anzulegen?' Und zur selben Zeit sagte der Hardcore-Fan in mir, 'Ich bin ein Hardcore-Fan. Ich will das nicht vermasseln.'"

Blade Runner 2 - Regisseur Denis Villeneuve spricht über Blade Runner 2

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Villeneuves Sicario mit Emily Blunt startet am 1. Oktober dieses Jahres
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Schlussendlich habe er doch zugesagt, mit dem Vorhaben, nicht einfach nur das Original zu kopieren. Man müsse ein Gleichgewicht finden zwischen dem Alten und neuen Ideen, die im Blade Runner-Universum Sinn ergeben. Tatsächlich gab es Gerüchte, wonach das Sequel kein richtiges Sequel sein soll, sondern lediglich im gleichen Universum spiele.

"Der Film wird autonom und zur selben Zeit eine Verbindung (zum ersten Film) haben. Aber ich kann nicht zuviel darüber verraten. Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich mit der originalen Schnittfassung, der originalen Version aufgewachsen bin, die Ridley Scott nicht mochte. Das ist der Blade Runner, den ich kennenlernen durfte und den ich all die Jahre über geliebt habe. Und dann muss ich auch sagen, dass ich jemand bin, der die letzte Schnittfassung, den Final Cut bewundere. Zwischen all den unterschiedlichen Schnittfassungen gehören die erste und die letzte Fassung zu denen, die mich am meisten inspiriert haben."

In der Tat gibt es ganze fünf Schnittfassungen zu Blade Runner. Daher bietet Warner Bros. auch eine Complete Edition, die alle Fassungen beinhaltet. Der Unterschied zwischen der US-Kinofassung, die sich ebenfalls von der internationalen Kinofassung unterschied, und dem Final Cut bestehen unter anderem darin, dass es der Kinofassung an Gewaltspitzen fehlt. Zudem fehlen im Final Cut die Voice-Overs, es gibt kein Happy End und der Traum mit dem Einhorn wurde ebenfalls herausgeschnitten, obwohl er eines der bedeutendsten Momente der Kinofassung war.

Es sieht ganz danach aus, als habe man mit Villeneuve den besten Regisseur an Bord. Man darf gespannt sein.

Blade Runner 2 - Bilder aus dem Original von 1982

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