Der drittte und letzte Kurzfilm im Vorfeld zu Blade Runner 2049 ist zugleich mit 15 Minuten auch der längste - und es ist im Gegensatz zu 2036: Nexus Dawn und 2048: Nowhere to Run ein Anime!

Shinichiro Watanabes Kurzfilm Black Out 2022 ist pures Blade Runner

Wie auch schon bei der Matrix-Trilogie der Wachowski-Schwestern hat Warner Bros. für das Marketing im Vorfeld zu Blade Runner 2049 einen Anime-Regisseur mit an Bord geholt, damit dieser einen animierten Kurzfilm beisteuert. Shinichiro Watanabe hat dabei auch schon 2003 einen Beitrag zur Animatrix geliefert. Des Weiteren ist er für Samurai Champloo, Cowboy Bebop - Der Film und Space Dandy bekannt.

Dass Blade Runner nun ebenfalls einen Anime-Kurzfilm erhält, ist im Grunde nur logisch, inspirierte Ridley Scotts Kult-Klassiker von 1982 doch selbst viele Animes.

In Watanabes Black Out 2022 richtet sich die Wut der Menschen gegen die Replikanten. Diese werden regelrecht gejagt und "gelyncht". Um Replikanten zu identifizieren, bedient sich der Mob der Registrierungsdateien. Zwei der Replikanten, Trixie und Iggy, zwei Nexus-8-Replikanten, sind auf dem Weg, eine nukleare Bombe über Los Angeles zu detonieren, um "eine Dunkelheit zu erzeugen, die die Menschheit noch nie zuvor gesehen hat", wie es Iggy Trixie beschreibt. Dabei wollen sie auch die Registrierungen aller Replikanten vernichten, um ihre Freiheit zurückzugewinnen. Und es gibt ein Wiedersehen mit Edward James Olmos' Gaff.

Ein fantastischer Anime-Kurzfilm von Watanabe, der es wert ist, gesehen zu werden - nicht nur von Anime- und Blade-Runner-Fans.

Synopsis

30 Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Film bringt LAPD-Officer K (Ryan Gosling), ein neuer Blade Runner, ein langgehütetes Geheimnis ans Tageslicht, das den Rest von dem, was von der Gesellschaft übriggeblieben ist, ins Chaos stürzen könnte. Seine Nachforschungen führen ihn direkt auf die Suche nach Rick Deckard, einem früheren LAPD Blade Runner, der seit 30 Jahren als vermisst gilt.

Neben Harrison Ford, der erneut in die Rolle des Rick Deckard schlüpft, spielt in Blade Runner 2049 Ryan Gosling die Hauptrolle. Weitere Darsteller sind Jared Leto, Dave Bautista, Robin Wright, Lennie James, Barkhad Abdi, Mackenzie Davis und Ana de Armas.

Regie führte dieses Mal Denis Villeneuve, der zuletzt mit Arrival für Furore sorgen konnte. Das Recht auf den Final Cut hat aber dennoch Produzent Scott. Das Drehbuch stammt von Hampton Fancher (Co-Autor des Originals) und Michael Green (Prometheus 2), das wiederum auf einer Idee von Fancher und Scott basiert. Zeitlich wird Blade Runner 2049 rund 30 Jahre nach Scotts Kult-Sci-Fi-Streifen spielen.

Der deutsche Kinostart ist am 5. Oktober 2017.