Mehr als 30 Jahre träumte Produzent Tarak Ben Ammar davon, Hans Rueschs Roman „Der schwarze Durst“ zu verfilmen. In ihm hatte er eine große arabische Geschichte gefunden, die – obschon von einem Ausländer geschrieben – sein Volk und sein Land so darstellte, wie es sein sollte.
Jean-Jacques Annauds Film erinnert auf angenehme Art und Weise an die Monumentalfilme längst vergangener Tage.FazitImmer wieder hat Ben Ammar versucht, den Film zu produzieren. Kontinuierlich sicherte er sich die Filmrechte an dem Roman, aber die nötigen Millionen, die ein solcher Film kostet, konnte er nie auftreiben. Erst als er auf Jean-Jacques Annaud traf, mit diesem über ein mögliches gemeinsames Projekt sprach und dann seine Liebe zu diesem Roman erwähnte, kam Bewegung in die Angelegenheit.
Von Ende 2010 bis Anfang 2011 wurde dann in Katar und in Tunesien gedreht, zu einer Zeit, als letzteres Land sich mit seiner friedlichen Revolution eines Despoten entledigte. Ein irgendwie passender historischer Hintergrund für „Black Gold“.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befinden sich die Stammesfürsten Nessib, Emir von Hobeika (Antonio Banderas), und Amar, Sultan von Salmaah (Mark Strong), im Krieg um den Gelben Gürtel, eine Region Arabiens, die keinerlei echten Wert besitzt. Man beschließt einen Waffenstillstand, wobei der Gelbe Gürtel als Niemandsland deklariert wird. Um die Sicherheit zu gewähren, übergibt Amar Nessib seine beiden Söhne Saleeh und Auda (Tahar Rahim) als Geiseln.
Black Gold: Monumentalepos auf den Spuren von "Lawrence von Arabien".Über 15 Jahre hinweg wird der Friede gewahrt, doch dann kommen Abgesandte der amerikanischen Firma Texas Oil zu Nessib und erklären, dass im Gelben Gürtel gigantische Ölvorkommen liegen. Nessib sieht die Chance gekommen, Arabien aus der Rückständigkeit herauszuholen und beginnt, mit den Amerikanern Geschäfte zu machen.
Saleeh flieht aus Hobeika, tötet einige seiner Wachen und wird wenig später selbst erschossen. Nessib nötigt darum Auda, seine Tochter Leyla (Freida Pinto) zu heiraten – keine Bürde, sind beide doch ohnehin ineinander verliebt. Damit hofft Nessib, Amar von einem Krieg abhalten und auf seine Seite ziehen zu können.
Er entsendet Auda als seinen Friedens-Emissär nach Salmaah. Doch damit setzt er eine Entwicklung in Gang, die er nicht vorhersehen und die er nicht aufhalten kann. Auda will sich dem Willen seines Vaters beugen, doch schon bald zeigt sich, dass es an ihm, dem jungen Prinzen, liegt, Arabiens Zukunft für alle Zeiten zu verändern.
Beginn eines neuen Zeitalters: Das Öl verändert die arabische Welt nachhaltig.Der größte Film, der sich mit Arabien und seiner Geschichte befasst, wird für alle Zeiten David Leans „Lawrence von Arabien“ sein. Daran ändert auch „Black Gold“ nichts, der im Endeffekt die Vorgeschichte erzählt und aufzeigt, wie alles begann.
Jean-Jacques Annaud ist ein fabelhafter Filmemacher, ein Mann mit großer Vision und einem Gespür dafür, selbst kleine Geschichten durch seine Bildsprache groß wirken zu lassen. Dementsprechend gelingt es ihm auch, dieser großen Geschichte ein monumentales Flair zu geben, das an die großen Historienfilme längst vergangener Zeiten erinnert.
Regie: Jean-Jacques AnnaudGenre:Historienfilm, DramaFilmstart: Darsteller:Freida Pinto, Mark Strong, Tahar Rahim, Antonio Banderas
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Eigentlich nicht, denn selbst dort gibt es (abgesehen von Pintos Rolle) nur Lob für die Darstellungen etc.
Keine Ahnung, aber 6 von 10, weil ein Nebendarsteller nicht so gut wegkommt...*kopkratz*
@Ich
"Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt" erklärt's doch ziemlich gut.
Same thought.