„Bikini Spring Break Massaker“ ist eine Horrorkomödie. Nur: Allzu komisch ist der Film nicht und Horror gibt es im Grunde auch nicht. Klar, ein Slasher-Killer metzelt sich durch die Geschichte, wirklich gruselig oder spannend ist das aber nicht. Dafür hat der Film andere schlagende Argumente, die ihn – zumindest für das männliche Publikum – dann doch recht kurzweilig geraten lassen: zeigefreudige Hauptdarstellerinnen.

Bikini Spring Break Massaker - Trailer

Rebecca freut sich auf ein Wochenende mit ihren Freundinnen in Florida, weit weg von ihrer sehr religiösen Mutter, die ihr alles verbietet und zu verhindern sucht, dass die blonde Tochter sich einen Lover besorgt. Das Wochenende verbringen die jungen Frauen im Haus von Missys Vater, der gerade in Las Vegas weilt.

Bikini Spring Break Massaker - Bikinis, Babes und pralle Brüste

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Die Effekte Marke Eigenbau sind eher peinlich geraten.
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Schon am ersten Abend wird kräftig Party gemacht, bis eines der Mädchen mit einem Typen abzieht. Tags darauf finden Rebecca und die anderen es schon komisch, dass sie nichts mehr von ihrer Freundin hören. Können sie aber auch nicht, denn der wurde just beim Blowjob der Kopf mit einer Axt gespalten.

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Ein als Mönch maskierter Killer mit Kriegsaxt treibt in der Stadt sein Unwesen. Lasterhafte Männer und Frauen fallen dem Killer zum Opfer, während Missy von einem Polizisten belästigt wird, gegen den sie schon vor langer Zeit eine einstweilige Verfügung erwirkt hat. Aber vielleicht ist er der einzige, der die Frauen vor dem Hackebeil retten kann? Oder ist möglicherweise er es, der das Ding schwingt?

Viel Titten, wenig Massaker

Zwar gibt es auch in der ersten Stunde ein paar Morde, das titelgebende Massaker beginnt aber erst nach gut 75 Minuten. Was bis dahin passiert? Eigentlich nichts. Irrelevante Dialoge und für die Handlung nicht notwendige Szenen reihen sich aneinander. Dass man nicht in Tiefschlaf verfällt, liegt eigentlich auch nur daran, dass die Hauptdarstellerinnen knapp bekleidet oder halbnackt durch die Gegend rennen.

Packshot zu Bikini Spring Break MassakerBikini Spring Break Massaker

Die Effekte sind nichts, womit der Film punkten könnte. Es gibt zwar ein paar Splattereinlagen, die sind aber so günstig getrickst, dass sie in keiner Sekunde überzeugend aussehen. Das fällt besonders bei der Enthauptung des kleinwüchsigen Beetlejuice auf, die bei Amateurfilmen auch nicht anders ausgesehen hätte. Naja, vielleicht wäre sie dort sogar besser gewesen.

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Bikini-Babes, Pornostars und ein Killer: Leider reicht das nicht für einen Langfilm.
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Beetlejuice ist in den USA durch die „Howard Stern Show“ bekannt, hat hier aber nicht viel zu tun. Zudem hätte man ihn improvisieren lassen müssen, was mehr seinen Fähigkeiten entspricht. Der einzige bekannte Gaststar in diesem Film ist er nicht. Es wirken auch noch Ron Jeremy und Linnea Quigley mit. Okay, der Terminus „bekannt“ ist vielleicht ein bisschen überzogen, B-Horror-Fans kennen Quigley aber als Scream Queen aus den 80er Jahren. Und Ron Jeremy hat in mehr als 1.300 Filmen mitgespielt – mehrheitlich natürlich Pornos.

In „Bikini Spring Break Massaker“ hat auch er kaum was zu tun. Er ist ein In-Joke, hängt er doch bei der „Crazy Girls“-Party rum, was einem Typen wie ihm ganz gut zu Gesicht steht.

Wer ist der Axtschwinger?

Das verraten wir hier natürlich nicht. Obwohl es kaum als Spoiler durchgehen würde, wenn wir es täten. Denn die Auswahl der Verdächtigen ist erstens sehr überschaubar und zweitens ist die Geschichte so bräsig gestaltet, dass man ohnehin schon nach ein paar Minuten weiß, wer der Killer ist. Dass es am Ende noch einen Twist gibt, riecht man natürlich auch meilenweit gegen den Wind.

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Bikini Spring Break Massaker hat viel hiervon zu bieten, aber sonst eben kaum was.
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Besonders amüsant ist, als der Killer am Ende noch mal Revue passieren lässt, wen er alles warum über den Jordan geschickt wird. Dabei werden die ersten zwei Opfer schlichtweg vergessen. Aber da geht es dem Zuschauer ähnlich wie dem Killer: Es ist schwer, die ausdruckslosen Gesichter im Gedächtnis zu behalten.

Denn die Schauspielerinnen sind natürlich allesamt alles andere als gut. Würden sie nicht gut aussehen, man würde sie gar nicht wahrnehmen. Aber zumindest mit der Optik können sie punkten. Das reicht aber natürlich nicht, als dass man irgendein Gefühl für diese Figuren hätte. Sie sind Kanonenfutter in einer Horrorkomödie, die trotz nackter Tatsachen erstaunlich brav ist. Im Grunde wäre hier mehr drin gewesen. Zur Genre-Perle hätte es wohl nie gereicht, ein gelungener Partyfilm hätte aber daraus werden könnten. Wenn die zwei Regisseure denn gewusst hätten, was sie machen.

Zu lang geratene Horrorkomödie, die weder lustig, noch gruselig ist. Dafür geizen die Bimbos nicht mit ihren Reizen. Das ist ja auch was...Fazit lesen

Mit einer Laufzeit von mehr als 100 Minuten ist „Bikini Spring Break Massaker“ durchaus eine Geduldsprobe. Angesichts dessen, dass das Massaker erst spät beginnt, hätte man in den ersten zwei Dritteln starke Straffungen vornehmen können. Das hätte dem Erzählfluss gut getan und den Unterhaltungswert gesteigert.