Die Jury der Berlinale hat entschieden und schickte den Goldenen Bären nach China. Gewonnen hat ihn der Film Bai Ri Yan Huo (Schwarze Kohle, dünnes Eis) von Diao Yinan, während sich der Landes-Kollege Fan Liao als bester Hauptdarsteller auf einen silbernen Bären freuen durfte.

In dem Film geht es um einen ehemaligen Polizisten sowie eine junge Frau, die in der Reinigung arbeitet und deren Wege sich aufgrund eines älteren Mordfalls kreuzen. Ebenfalls einen silbernen Bären erhielt Tui Na (Blind Massage) für seine herausragende Kameraführung - somit gehen also drei Trophäen nach China.

Beste Darstellerin ist die Japanerin Haru Kuroki für ihre Rolle eines Dienstmädchens in Chiisai Ouchi (Das kleine Haus) von Yoji Yamada. Unterdessen erhielt Richard Linklaters Boyhood einen silbernen Bären für die beste Regie - bereits 1995 wurde er bei der Berlinale für seine Regie in Before Sunrise ausgezeichnet.

Auch Deutschland ist um einen silbernen Bären für das beste Drehbuch reicher. Regisseur Dietrich Brüggemann und dessen Schwester Anna schrieben gemeinsam das Skript zu Kreuzweg. In dem Film geht es um ein 14-jähriges Mädchen, das von ihrer fundamental-katholischen Umwelt und dem religiösen Phantasmen zu Grunde gerichtet wird. Die deutschen Filme Die geliebten Schwestern von Dominik Graf, Jack von Edward Bergers sowie Zwischen Welten von Feo Aladags gingen leer aus.

Weitere Auszeichnungen waren

  • Alfred-Bauer-Preis: Aimer, boire et chanter von Alain Resnais
  • Bester Erstlingsfilm: Güeros von Alonso Ruizpalacios
  • Goldener Bär bester Kurzfilm: Tant qu’il nous reste des fusils à pompe von Caroline Poggi und Jonathan Vinel
  • Silberner Bär Kurzfilm: Laborat von Guillaume Cailleau