Oftmals hat man das Gefühl, dass es im Zombie-Subgenre nichts Neues mehr gibt. Das liegt vor allem an Dutzendware, die die ewig gleiche Geschichte wieder und wieder abspult, ohne irgendeine Neuerung einzubauen. Im Grunde könnte man das auch „Battle of the Damned“ vorwerfen, aber der Film hat dann doch zwei Elemente, die ihn von handelsüblichen Untoten-Filmchen abheben: Dolph Lundgren und Roboter!

Battle of the Damned - International Trailer

In Asien hat sich ein Virus verbreitet, der die Menschen zu rasenden Bestien werden lässt. Um die Ausbreitung des Virus‘ zu verhindern, wurden die infizierten Gebiete unter Quarantäne gestellt. Niemand kommt rein, niemand kommt raus – zumindest in der Theorie.

Battle of the Damned - Zombies! Dolph Lundgren!! Roboter!!!

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Hat wenig zu sagen, aber alles im Griff: Dolph Lundgren.
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In den gefährdeten Gebieten leben aber auch noch Menschen, die nicht infiziert sind, darunter Jude, die Tochter eines reichen Magnaten, der den Söldner Max Gatling (Dolph Lundgren) anheuert, um sie aus der Stadt herauszubringen.

Mit einem Team dringt Max in die abgeriegelte Stadt ein, doch seine Männer fallen den wild gewordenen Infizierten schnell zum Opfer. Seine Mission bricht Max aber dennoch nicht ab. Er sucht nach Jude, die sich anderen Überlebenden angeschlossen hat. Obwohl Max weiß, dass das Militär einen vernichtenden Schlag gegen die Stadt plant, um die Infektion auszurotten, interessieren ihn die anderen Überlebenden nicht. Doch dann ändert sich alles, denn plötzlich tauchen in der Stadt auch noch Killerroboter auf…

Action-Star gegen Untote

Stars wie Dolph Lundgren sind Jahr für Jahr in mehreren Actionfilmen zu sehen, die oftmals nach dem exakt gleichen Schema ablaufen. Eines ist ihnen immer gemein: Sie sind in der Realität verwurzelte Filme, auch wenn die Action total übertrieben ist. Phantastische Elemente gibt es so gut wie nie. Umso interessanter ist es, einen bekannten Actionstar in eine Geschichte zu verfrachten, die dem Horror-Genre zuzurechnen ist.

Dabei ist es natürlich einerlei, ob ein Hüne wie Dolph Lundgren nun gesichtslose Gegner oder Zombies plattmacht. Letzteres ist aber dann immerhin ein Novum, wenn es um Dolphs Actionkracher geht. Das allein hätte schon ausgereicht, um „Battle of the Damned“ aus dem Gros ähnlich gelagerter Filme hervorzuheben.

Packshot zu Battle of the DamnedBattle of the Damned

Dass Autor und Regisseur Christopher Hatton aber auch noch den Mut hat, Killerroboter einzubringen, dafür muss man applaudieren. Das verleiht dem Ganzen ein SF-Feeling, das Filme dieser Couleur in der Regel nicht haben. Dazu sieht es cool aus, wenn die Roboter sich durch die Zombie-Horden vorarbeiten.

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„Battle of the Damned“ hat damit zwei Elemente, die anderen Horrorstreifen abgehen: Dolph und Roboter. Das Ganze ist dann auch weniger Horror mit Schockmomenten als vielmehr ein elaborierter Actionfilm, bei dem die Untoten massenhaft totgemacht werden.

Was für ein Name

Dass Lundgrens Figur auch nichts anderes als ein Versatzstück seiner typischen Actionrollen ist, überrascht nicht weiter. Einen kernigen Namen hat er auch bekommen, obschon Max Gatling sehr gewollt wirkt. Wer hat schließlich schon als Nachname den Namen eines Maschinengewehrs?

Battle of the Damned - Zombies! Dolph Lundgren!! Roboter!!!

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"Wall-Eeeeee..." - "Eeevaaaa!"
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Der Name ist im Grunde auch die einzige Charakterisierung, die es für die Figur gibt. Mehr als der wortkarge, aber schlagkräftige Söldner muss er nicht sein. Christopher Hatton, der u.a. „Robotropolis“ inszenierte und vor etwa zwei Jahrzehnten zwei Episoden von „Star Trek: The Next Generation“ geschrieben hat, hält sich mit solchen Nebensächlichkeiten gar nicht erst auf. Seine Figuren sind Funktionsträger, keine dreidimensionalen Wesen aus Fleisch und Blut. Im Grunde sind sie kaum anders als die Roboter.

Wilder Genre-Mix, der zwar nicht unbedingt mit Sinn und Verstand glänzt, aber dafür rasant unterhält.Fazit lesen

Mitunter hat man das Gefühl, dass Hatton sich zu sehr darauf verlässt, den storytechnischen Dienst nach Vorschrift durch den Hauptdarsteller und das Inkludieren der Roboter übertünchen zu können. So ganz gelingt es ihm nicht, unterm Strich wäre noch ein bisschen mehr möglich gewesen.

Was sagen die Actionfans?

Interessant wird sein, wie der Film bei den ganz harten Actionfans ankommt, die bei ihrer B-Ware gerne das Altbekannte sehen. Dass ihr Held sich nun in einer Art Horrorfilm wiederfindet, mag da vielleicht auf weniger Gegenliebe stoßen, als man meinen sollte. Der Blick über den Tellerrand ist vielen doch schon etwas zu weit.

Wer jedoch bei seinen Actionstreifen auch ein klein wenig Abwechslung erwartet und zu schätzen weiß, der liegt bei „Battle of the Damned“ genau richtig, denn hier werden reichlich Kampfgetöse und -geballer geboten, so dass Langeweile gar nicht erst aufkommt. Der Film ist rasant erzählt – so rasant, dass auch die farblosen Nebenfiguren und ihre lediglich behaupteten Konflikte nicht weiter ins Gewicht fallen.