Produzent Michael Uslan, der seit Tim Burtons Batman jeden Batman-Film produziert hat, sprach in einem Interview darüber, was die treibende Kraft hinter der Besetzung Batmans war und noch immer ist.

Batman V Superman: Dawn Of Justice - Produzent Michael Uslan über Batman: Es geht in erster Linie um Bruce Wayne

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Ben Affleck wird im 'Man of Steel'-Sequel in die Rolle des Batman / Bruce Wayne schlüpfen
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Noch immer können viele nicht akzeptieren, dass Ben Affleck in Zack Snyders Sequel zu Man of Steel in die Rolle des Batman / Bruce Wayne schlüpfen wird. Fehlbesetzung ist da noch ein höflicher Ausdruck. Jemand, der aber über genügend Erfahrung im Umgang mit solchen Urteilen hat, ist Produzent Michael Uslan, der seit Tim Burtons Batman von 1989 jeden Batman-Film mitproduziert hat. In einem Interview mit EP-Daily sprach er nun über diese Besetzung, und warum gerade solche vermeintlich atypischen Besetzungen positive Wirkungen zeigen können.

Er habe solche Diskussionen immer wieder bei Batman miterleben müssen. Schon bei seinem ersten Batman-Film hieß es, Michael Keaton sei eine Fehlbesetzung als Batman / Bruce Wayne, da er zu dem Zeitpunkt eher als Comedian in Erscheinung trat. Doch Tim Burton, der mit Keaton bereits an Beetlejuice gearbeitet hatte, bestand auf seine Besetzung.

"Ich dachte mir nur, 'Oh mein Gott, ich habe soviele Jahre damit verbracht, einen düsteren und ernsten Batman zu machen, und er heuert einen Comedian an!' Ich konnte mir schon die Poster vorstellen: Mr. Mom ist Batman [Mr. Mom ist eine Komödie von 1983, in der Keaton den Haushalt schmeißt, während seine Frau arbeiten geht]", so Uslan. "Aber dann beschrieb er seine Vision, und er hatte recht. Es geht einzig und allein um Bruce Wayne, es geht nicht um Batman, es dreht sich nur um Bruce Wayne. Wenn man versucht, einen ernsten, düsteren Superhelden zu erschaffen, müssen die Leute glauben, dass Bruce Wayne ein derart obsessiver Mann ist, dass er fast schon psychotische Züge annimmt - ein Kerl, der sich als Fledermaus verkleidet und all diese Dinge tut. Also sind wir mit Michael Keaton durch den ganzen Zirkus marschiert. Die Fans hatten dieselbe Reaktion wie ich zu Beginn, außer, dass ich von vornherein wusste, welche Vision angestrebt wurde. Dann gingen sie ins Kino, um sich den Film anzusehen, und konnten sich niemand anderen mehr in der Rolle vorstellen."

Ein paar Jahre später habe es diese Probleme mit den Fans und ihren Erwartungen auch bei der Besetzung des Jokers in Christopher Nolans The Dark Knight gegeben, als bekannt wurde, dass der Joker von Heath Ledger gespielt werden soll. "Oh mein Gott, der Kerl, der einen schwulen Cowboy gespielt hat, wird den Joker spielen? Sie werden den größten Bösewichten der Geschichte zerstören. Und dann, nachdem sie Heath Ledgers Darbietung sahen, wollte niemand mehr, dass der Joker jemals wieder von jemand anderem gespielt wird", so Uslan.

Und nun bestehe also die Diskussion um Ben Affleck. Auch hier sei Uslan sicher, dass mit Affleck die richtige Wahl getroffen wurde und er freue sich schon auf seine Darbietung.