Christian Bale konnte in einem vergangenen Interview einen gewissen Neid nicht verbergen. Doch Michael Keaton nimmt Ben Afflecks Rolle als neuer Batman / Bruce Wayne ziemlich locker. Denn, "ich bin Batman", so Keaton.

Batman V Superman: Dawn Of Justice - Michael Keaton: Ich bin Batman, da bin ich mir ganz sicher

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Michael Keaton als Batman in Tim Burtons Batman Returns
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"Ich muss gestehen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass es der richtige Moment war, um damit aufzuhören, sagte ein Teil von mir immer, 'Oh mach weiter... Lass uns noch einen weiteren machen. Als ich also erfuhr, dass jemand anderes es machen würde, war da dieser Moment, in dem ich innehielt, und eine halbe Stunde lang ins Leere starrte." Das waren die Worte von Christian Bale auf die Frage, wie er reagiert hat, als er erfuhr, wer den neuen Batman in Regisseur Zack Snyders Batman v Superman: Dawn of Justice spielen wird.

Ein gewisser Neid ist da wohl herauszulesen. Doch während Bale damit zu knabbern hatte, dass nun jemand anderes den Ruhm als Batman einsacken würde, nahm es Michael Keaton, der erste richtige Kino-Batman ziemlich locker. Keaton, der Batman / Bruce Wayne unter Tim Burton in Batman und Batman Returns von 1989 und 1992 verkörperte, antwortete auf die Frage, ob er ebenso denke wie Bale, dass er Batman ist. "Nein, denn ich bin Batman. Da bin ich mir ziemlich sicher", so Keaton. "Tim Burton hat alles verändert, oder sogar begonnen. Und ich bin stolz auf die Wahl, die ich traf, in Bezug darauf, wie ich Batman spielte. Es ist wahrscheinlich leichter heutzutage, da Tim den Weg bereitet hat, und wenn ich jemals etwas getan haben sollte, das den Weg bereitete, dann bin ich auch stolz darauf."

Keaton habe übrigens nach eigener Aussage noch nie einen Superhelden-Streifen von Anfang bis Ende durchgesehen. Lediglich Sam Raimis Spider-Man habe er ganz zu Ende geschaut, und den fand er großartig. Generell finde er, dass man heutzutage leichter Zugang zu solchen fantastischen Filmen finde, da es technisch gesehen leichter ist, diese Comicverfilmungen zu stemmen. Und das begünstige auch die Immersion des Publikums. Die Comicverfilmungen erleichtern es dem Publikum schließlich auch dadurch, dass sie alles liefern. Nichts bleibe mehr der Vorstellung des Zuschauers überlassen. Alles, was man tun müsse, sei es, aufzutauchen, es nicht zu vermasseln, und schon sei alles geritzt.

Keaton selbst hat zwar nie wieder einen Superhelden gespielt, doch in Alejandro González Iñárritus Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) spielt er quasi eine leichte Parodie auf sich selbst, denn darin spielt Keaton Riggan Thomson, ein vor Jahren gefeierter Schauspieler, der nur noch vom Glanz vergangener Tage als Superheld Birdman zehrt. Ein Schicksal, das auch Keaton ereilt hätte, wäre er nicht dagegen vorgegangen, indem er sich anderen Projekten widmete.

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