Ein paar Monate mussten wir darauf warten, aber nun ist der zweite Teil von „Batman: The Dark Knight Returns“ da und schließt die Verfilmung von Frank Millers bester Arbeit ab. Gab es beim ersten Teil noch einige Elemente zu bemängeln, so präsentiert sich der zweite Film deutlich stimmiger, auch wenn längst nicht alle Probleme beseitigt worden sind.

Polizeichef Gordon tritt zurück und überlässt der aufstrebenden Ellen Yindel das Feld. Diese ruft eine groß angelegte Jagd auf den Batman aus und handelt damit im Sinne ihrer Vorgesetzten. Selbst der US-Präsident möchte das Gotham-Problem beseitigt wissen und beruft darum Superman bei sich ein.

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Derweil kehrt der Joker in die Öffentlichkeit zurück und tötet Dutzende Menschen. Batman will ihn zur Strecke bringen, muss sich aber fragen, ob er wirklich in der Lage ist, das altbekannte Spiel zu umgehen und zu tun, was notwendig ist.

Besser als der direkte Vorgänger. Flüssiger inszeniert und weit aufregender erzählt.Fazit lesen

Während sich zwischen den USA und der Sowjetunion ein Konflikt wegen einer kleinen Insel namens Corto Maltese ankündigt, kommt Superman nach Gotham, um Bruce Wayne ins Gewissen zu reden. Doch ihnen beiden ist klar, dass dieser Konflikt nur auf eine Weise enden kann…

Dichtere Inszenierung

Der zweite Teil ist in praktisch jeder Beziehung besser. Die Animation wirkt flüssiger und die gewählten Kamerawinkel lassen das Geschehen deutlich dynamischer wirken. Dazu kommt, dass die Action-Choreographie aufregender ist – bis hin zu dem Punkt, da man sich wünschen würde, das Ganze als Realfilm sehen zu können.

Batman: The Dark Knight Returns, Teil 2

- Das große Finale: Batman vs. Superman
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Nichts ist, wie man es kennt: Das Finale bläst zum Showdown zwischen Batman und Superman.
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Von Vorteil für den zweiten Teil ist natürlich auch, dass hier deutlich mehr passiert. Es war keine weise Entscheidung, die Geschichte in zwei Teile zu zerlegen. Hätte man einen Film gemacht, hätte das Ganze wie aus einem Guss gewirkt, wobei die Schwächen des ersten Teils dann deutlich verringert worden wären.

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So hat man nun einen zweiten Teil, der mit den interessanteren Story-Aspekten arbeitet. Einerseits hat man Superman als Handlanger von Präsident Ronald Reagan, andererseits einen internationalen Konflikt, der tief im Kalten Krieg verwurzelt ist. Das mag aus heutiger Sicht veraltet erscheinen, aber die Geschichte ist in den 80er Jahren verortet und funktioniert dort auch am besten – ähnlich der Verfilmung von „Watchmen“.

Satire und Action

Frank Miller hat in seiner Geschichte (überzogene) politische Satire eingebaut, die auch im Film etwas zum Tragen kommt – wenn auch nicht so stark. Aber solche Momente sind vorhanden, etwa dann, wenn man sieht, aus welcher „unbekannten Örtlichkeit“ heraus der Präsident seine letzte Nachricht an sein Volk entsendet.

Interessanter ist aber, wie sich Superman gebärdet, dessen Name hier kein einziges Mal genannt wird. Er ist der einzige Superheld, der noch aktiv ist, aber er ist ein Schoßhund der Regierung. Wie der Comic spielt auch der Film mit den Unterschieden zwischen Batman und Superman, die wie Tag und Nacht sind.

Folgerichtig läuft das auf ein Finale zu, das im Film deutlich stärker ausgearbeitet ist als im Comic. Der Kampf, den sich die beiden Superhelden liefern, ist hier sehr viel größer. Schade nur, dass es auch hier keinen Voice-Over gibt, der wie im Comic geholfen hätte, die Coolness noch zu steigern. Immerhin: Batmans letzter Satz, den er an Superman richtet, ist auch hier vorhanden.

Weller vs. Valley

Im Original spricht Peter Weller („Robocop“) den Dunklen Ritter. Er macht seine Aufgabe wie im ersten Teil sehr gut. Im vorherigen Film konnte man Michael Emerson praktisch kaum hören, hier hat er mehr zu tun und verleiht dem Joker genau die Art verschlagene Bösartigkeit, die auch seine „Lost“-Figur schon ausgezeichnet hat.

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Auch der Joker spielt wieder seine perfiden Spielchen.
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Neu dabei ist Mark Valley („Human Target“), der Superman seine Stimme leiht. Eine perfekte Wahl, war er doch schon als Brad Chase in „Boston Legal“ ein Pfadfinder. Eben diese Qualität bringt er auch in diese Rolle ein, ist Superman hier doch ein Held, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist.