In einem Interview sprach Kultregisseur Tim Burton darüber, warum er der ideale Regisseur war, um Batman wiederzubeleben, und wie McDonalds dafür sorgte, dass er das Franchise verlassen musste.

Batman - Wie McDonalds dafür sorgte, dass Tim Burton Batman verlassen musste

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McDonalds musste die Batman Returns-Spielzeuge einstampfen
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Bislang wusste man immer nur, dass sich die Wege von Regisseur Tim Burton und Warner Bros. Nach Batman Returns aufgrund der gängigen Hollywood-Ausrede "kreative Differenzen" und Warner Bros.' übermässigem Marketing trennten. Dabei wollte Burtons bereits bei Batman Returns nicht mehr Regie führen, ließ sich allerdings überreden, nachdem man ihm totale kreative Kontrolle versprach. So holte Burtons Drehbuchautor Daniel Waters an Bord, der das Drehbuch von Samm Hamm komplett überarbeitete, schraubte an der Skurrilität und machte den Film erneut zu einem düsteren Abenteuer.

Offensichtlich zu düster für besorgte Eltern. Die befanden Batman Returns, als nicht kindgerecht. Die Sache war die, dass McDonalds zu den Merchandise-Partnern gehörte, und dementsprechend Batman-Spielzeuge in ihre Happy Meals packte. Und die besorgten Eltern befürchteten wohl, dass ihre Kinder aufgrund der Spielsachen das Verlangen haben könnten, diesen düsteren und brutalen Film ansehen zu wollen. Die Folge waren Proteste aufgebrachter Eltern vor McDonalds-Filialen, die das Fast-Food-Unternehmen dazu zwangen, die Spielsachen einzustampfen, und die Promotion zu beenden. Und das führte wiederum dazu, dass wütende McDonalds-Executives bei Warner Bros. aufmarschierten.

"Ich denke, ich habe McDonalds verärgert", so Burton. "Sie fragten, 'Was ist das für ein schwarzes Zeug, das aus dem Mund des Pinguins kommt? So können wir keine Happy Meals verkaufen!'"

Die Reaktion von McDonalds konnte Burton nicht nachvollziehen. "Das war eine seltsame Reaktion auf Batman Returns, weil die Hälfte aller Leute der Meinung waren, dass er nicht mehr so düster wie der erste Film war, und die andere Hälfte dachte, dass er düsterer war. Ich denke einfach, dass das Studio dachte, der Film sei einfach zu seltsam - sie wollten etwas Kindgerechteres, oder Familienfreundlicheres. Mit anderen Worten, sie wollten nicht, dass ich einen weiteren inszeniere."

Dabei findet Burton, dass er der richtige Mann für den Job gewesen war. Es habe viel Kritik für den düsteren Tonfall gegeben, aber vor allem seine Entscheidung, Michael Keaton in der Rolle des Batman / Bruce Wayne zu besetzen, brachte ihm Ärger ein. Dabei wollte Burton mit Keatons Besetzung zeigen, dass jeder Batman sein könnte. "Wir trafen all diese großen, harten Kerle, aber wenn es darauf ankam, dann schaute man sich jemanden wie Michael Keaton an, und dachte sich, 'Das ist ein Kerl, bei dem man sich gut vorstellen kann, dass er sich als Batman verkleidet.' Er hat diese Augen und diese verrückte Qualität und all diese inneren Gedanken, aber er ist kein Arnold Schwarzenegger."

Schlussendlich war Burton nach dieser Sache raus, und Joel Schumacher übernahm. Seine erste Amtshandlung? Batman geht in Batman Forever zu McDonalds...