Lautes Geklopfe an der Zimmerwand, Rufe, man solle die Musik leiser stellen oder ein stürmisches Klingeln an der Haustür: sicherlich hat sich jeder von uns schon einmal über seine Nachbarn aufgeregt. Denn Gründe zur Eskalation gibt es viele: Fremder Grillgeruch, der in die eigenen vier Wände zieht, eine nächtliche Party oder weil die Nachbarskatze schon wieder auf die Fußmatte gepinkelt hat. Seth Rogen und Zac Efron treiben diese Nachbarschaftsstreitereien in „Bad Neighbors“ nun auf die Spitze.

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Millionen von Mädchen würden alles dafür geben, neben Zac Efron wohnen zu dürfen. Der Teenie-Schwarm, der durch die High-School Musical-Reihe berühmt wurde, spielt zwar immer noch den gutaussehenden Frauenschwarm von nebenan, hat sich aber sonst von seinem kindlichen Disney-Image verabschiedet.

Bad Neighbors - Zac Efron als höllischer Nachbar

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Der Film kommt bei uns am 08.05.2014 in die Kinos.
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Zac Efron ist nämlich zum stattlichen jungen Mann herangewachsen, der nicht nur in traurigen Liebesdramen eine gute Figur abgibt, sondern auch in Komödien, wie nun eben in „Bad Neighbors“. Seth Rogen ist auf diesem Gebiet natürlich alles andere als neu, der verpeilte Comedian führt inzwischen auch gerne mal Regie („This is the End“) oder ist wie in diesem Fall als Produzent tätig. Bei so einer Kombination kann nicht viel schief gehen.

Delta Psi Beta vs. The Radners

Das Thema ist natürlich kein neues, denn Nachbarschaftsstreitereien gibt es nicht nur im realen Leben, sondern auch in Filmen, Serien und im TV zur Genüge. Hier hat es Mac (Seth Rogen) allerdings nicht nur mit einem nervigen Typen zu tun, sondern mit einer ganzen Studentenverbindung, deren Vorsitzender Teddy (Zac Efron) ist.

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Mac Radner (Seth Rogen) und seine Frau Kelly (Rose Byrne).
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Mac und seine Frau Kelly (Rose Byrne) sind frischgebackene Eltern und müssen sich in diese Rolle noch einfinden. Dazu sind sie im friedlichen Vorstadt-Idyll in ihr erstes Eigenheim gezogen – und hoffen dabei auf nette und ruhige Nachbarn. Selbst würden sie zwar weiter gerne auf Partys das Tanzbein schwingen und ausgehen, aber dies lässt sich mit einem Baby nur schwer kombinieren. Umso bitterer natürlich, dass kurz nach ihnen eine feierwütige Meute ins Nachbarhaus einzieht: die Studentenverbindung Delta Psi Beta.

Nachdem die Radners den Verbindungsbrüdern deutlich gemacht haben, den Lautstärkepegel auf ein Minimum zu beschränken, kommt es, wie es kommen muss: sie halten sich nicht daran. Obwohl man sich versprochen hat, nicht die Polizei zu informieren, reißt dem jungen Ehepaar alsbald der Geduldsfaden und es werden doch die Bullen gerufen, womit sie den Stein ins Rollen bringen. Und der ist im Falle dieses Nachbarschaftskrieges kein kleiner Stein, sondern viel mehr eine gewaltige Lawine.

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Noch sind alle dicke Freunde und verstehen sich. doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm.
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Von da an sind die Radners nicht mehr sicher. Egal ob ausgebaute Autoairbags, die unter Sofakissen einen neuen Platz finden und alles und jeden in die Luft katapultieren, der sich draufsetzt, ein verwüsteter Vorgarten oder das Eindringen in die Privatsphäre – die Grenzen werden gnadenlos überschritten.

Das ist zum einen urkomisch mit anzusehen, zieht zum anderen aber auch Rachegelüste mit sich: Denn nicht nur die Verbindungsbrüder teilen aus, sie müssen auch einstecken, da die frischgebackenen Eltern perfide Schlitzohren sind. Und so gibt es einen geballten Schusswechsel, in dessen Schusslinie niemand stehen möchte.

Seth Rogen und Zac Efron bringen die Party zum Überkochen, im Kinosaal reicht‘s als netter Spaß für Zwischendurch.Fazit lesen

Nachbarschaftskrieg á la Seth Rogen

Hier überrascht der Film immer wieder mit schönen und lustigen Ideen. Allerdings werden, wie so oft, die besten Gags schon im Trailer verbraten. Hinzu kommt, dass es zwei der besten Szenen aus dem Trailer am Ende gar nicht in den fertigen Film geschafft haben, was sehr schade ist, da wir uns schon sehr auf diese Szenen gefreut hatten und so enttäuscht wurden.

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Nicht unbedingt die beste Umgebung um Kinder zu erziehen.
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Doch neben dem ganzen Geblödel versucht „Bad Neighbors“ auch einen etwas tiefgründigeren Ton anzuschlagen, der zwar eine wundervolle Idee ist, aber neben dem Witzefeuerwerk leider nur wenig Platz im Film findet und nicht zu Ende ausgespielt wird. So geht es in dem Film nämlich nicht nur um schlechte Nachbarschaft durch Ruhestörung, sondern auch um die Angst vor dem Altwerden sowie damit verbundene Zukunftsängste.

Mac und Kelly befürchten, spießige Vorstädter zu werden und dafür ihr altes Partyleben ad acta legen zu müssen. Teddy hingegen hält vehement an seinem Studentendasein fest und macht sich keine Gedanken über die Zeit nach dem College, sein einziges Ziel: Eine Partylegende in der Verbindungsgeschichte zu werden – während seine Kommilitonen die berufliche Zukunft im Blick haben.

So balanciert „Bad Neighbors“ zwischen Slapstick, nachdenklichen Momenten, Penishumor und bissigen Gags, mal intelligenter anmutend, aber – typisch Seth Rogen – auch gerne mal unter der Gürtellinie. Und da Seth Rogen alles und jeden in Hollywood kennt, gibt es auch ein paar Gastauftritte, von Kultstar Lisa Kudrow („Friends“) über Jake Johnson („New Girl“) bis hin zu Steve Carell („Das Büro“, „Evan Allmächtig“).