Es ist noch nicht lange her, da hat Danny Trejo als „Bad Ass“ für Recht und Gerechtigkeit gesorgt. Und weil das weltweit so gut lief, hat man sich flugs daran gemacht, mit „Bad Ass 2: Bad Asses“ ein Sequel rauszuhauen, das dem ersten Film in nichts nachsteht. Das heißt in der Kurzfassung: Wer den ersten Teil mochte, wird auch hier seinen Spaß haben.

Ein paar Jahre sind vergangen, seit Frank Vega (Danny Trejo) kurzzeitig berühmt wurde, weil er im Bus ein paar Schläger vermöbelt hat. Mittlerweile lebt er wieder ein ruhiges Leben, das er damit ausfüllt, dass er jungen Leuten das Boxen beibringt, im nahegelegenen Schnapsladen mit seinem Kumpel Bernie Pope (Danny Glover) abhängt oder aber mit Rosaria und ihrer Familie schöne Stunden verbringt.

Bad Ass 2: Bad Asses - Danny Trejo und Danny Glover verteilen Prügel

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Der Film erscheint bei uns am 23.05.2014 auf DVD/Blu-ray.
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Aber dann wird sein Schützling Manny umgebracht und für Frank ist klar, dass er wieder mal selbst Hand anlegen muss, weil sonst gar nichts passiert. Hilfe erhält er dabei von Bernie, dem es auch längst reicht, dass sich Halbstarke und andere Gestalten alles Mögliche herausnehmen.

Da Manny notgedrungen gedealt hat, ist auch klar, wer ihn umgebracht hat. Frank und Bernie mischen nun ein paar Drogenlokalitäten auf und ziehen sich damit den Zorn von Leandro Herrera (Andrew Divoff) zu, der seinen Sohn auf die alten Knacker ansetzt. Aber in diesen alten Knochen steckt noch richtig viel Dampf …

Der mexikanische MacGyver

„Bad Ass 2: Bad Asses“ ist ein – natürlich – durchwachsener Film, aber in einem Punkt macht er wirklich mächtig Spaß: Wenn die zwei Helden miteinander agieren. Zwischen Danny Trejo und Danny Glover (der immer noch nicht zu alt für diesen Scheiß ist) herrscht eine gute Chemie. Sie hauen sich die Sprüche um die Ohren und funktionieren als Team im Kampf gegen die Bösewichte richtig gut.

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Dieses Mal ist auch Danny Glover mit von der Partie.
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Immer, wenn beide gemeinsam im Film zu sehen sind, dann kommt Leben in den Streifen. Allerdings gibt es auch noch die Szenen, in denen die zwei dann eben nicht dabei sind. Zum Beispiel die mit Andrew Divoff, der als Schauspieler nicht schlecht ist, aber einen überzeugenden hispanischen Gauner gibt er nun wirklich nicht ab. Da hilft es auch nichts, ein bisschen Spanisch zu radebrechen.

Danny Trejo allein ist auch nicht unbedingt besonders mitreißend. Besonders bei den Szenen mit seiner „Familie“ und dem kleinen Mädchen, mit dem er Verstecken spielt, sind unglaublich peinlich. Da ist es schon amüsanter, mitzuerleben, wie Bernie seinen Kumpel den „verdammten mexikanischen MacGyver“ nennt.

Immerhin nicht geklaut

Ein bisschen spannend ist es zu sehen, ob im Finale mal wieder Material aus anderen Filmen verwandt wird. Das scheint hier nicht zu sein, schön billig sieht die mehr oder minder rasante Fahrt durch den Wald aber schon aus. Die Rückprojektion hinter dem Wagen, in dem Trejo und Glover sitzen, ist so unendlich schäbig, dass man sich nur wundern kann. Heutzutage sollte man das selbst mit kleinem Budget besser hinbekommen.

Bad Ass 2: Bad Asses - Danny Trejo und Danny Glover verteilen Prügel

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Bad Ass 2: Bad Asses.
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Dazu passt dann auch, dass die Explosion eines Hubschraubers keinen noch so winzigen Moment lang in irgendeiner Weise überzeugend aussieht. Da geht der Film mit seinem Vorgänger konform, der effekttechnisch auch ein Leichtgewicht ist.

Bad Asses unter sich

Die Idee, Trejo einen zweiten harten Hund zur Seite zu stellen, ist amüsant und eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Denn Regisseur Craig Moss hat sich mit „Bad Ass“ sein eigenes kleines „Expendables“-Reich erschaffen. Der dritte Teil, der 2015 veröffentlicht wird, befindet sich schon in der Postproduktion und wird dann noch einen dritten Haudegen bieten. Danny Trejo und Danny Glover erhalten dann noch Unterstützung von John Amos („Stirb Langsam 2“).