Das Video mit dem „Epic Beard Man“ wurde 2010 auf YouTube zum Hit. Mittlerweile haben fast sechs Millionen Menschen den Clip gesehen, in dem ein alter Mann mit Bart im Bus einen Kampf austrägt. Das inspirierte Autor und Regisseur Craig Moss, der bislang weder besonders viel noch etwas Gutes gemacht hat - wovon man sich bei „The Super-Bad Movie – 41 Jahre und Jungfrau“ -, überzeugen kann, für seinen neuen Film.
Danny Trejo sieht rot. Mehr oder weniger. Auf jeden Fall jagt er einen Mörder in diesem halbgaren Rache-Film.FazitVermutlich hat er nur eine Chance gewittert, mit einem vergleichsweise aktuellen Thema die Finanzierung für einen klein budgetierten Film sichern zu können. Damit hatte er auch recht, denn „Bad Ass“, seine fiktive Version der Geschichte, für die der Bus-Zwischenfall nur der Aufhänger ist, ist fertig und erscheint für den Heimkinomarkt.
Frank Vega (Danny Trejo) fährt im Bus, als zwei Skinheads zusteigen und einen alten Farbigen belästigen. Er versucht, die Situation zu deeskalieren und bietet den beiden seinen Platz an. Stattdessen wollen die beiden nun Frank angreifen, der sie mit ein paar gezielten Hieben zu Boden schickt. Eine Frau hat das Ganze mit ihrem Handy aufgenommen und lädt das Video ins Internet hoch. Fortan kennt jeder Frank nur noch als Bad Ass.
Nachdem seine Mutter gestorben ist, zieht der Lokalheld in ihr altes Haus ein. Sein Kumpel aus Vietnam-Zeiten, Klondyke Washington, gibt ihm einen USB-Stick, mit dem Frank gar nichts anfangen kann, den er aber verwahren soll. Als Washington noch mal rausgeht, um Zigaretten zu holen, wird er von zwei Männern angegriffen, die den Stick wollen. Es kommt zum Kampf und Washington wird erschossen.
Zuerst vertraut Frank darauf, dass die Polizei klären wird, wer seinen Freund ermordet hat, doch als das nicht geschieht, beschließt er, den Mörder selbst zu suchen und Washington zu rächen. Seine Suche nach dem Killer führt ihn durch die ganze Stadt…
Die Szene mit dem Bus: erst Kult auf Youtube - jetzt gibt's den Film dazu.Die Episode mit dem Bus ist nur der Aufhänger, der dafür sorgt, dass Frank Vega zum Lokalhelden wird und sogar einen Spitznamen bekommt. In der Beziehung erinnert Bad Ass etwas an Superhelden, die auch ihre Codenamen pflegen und diese mitunter von den Medien verpasst bekommen. Das ist offensichtlich auch dem Filmemacher klar, der eine Sequenz einbaut, in der Frank sich in Montur wirft – normale Klamotten –, aber dies so gestaltet wie die Montagen zeitgenössischer Superheldenfilme, in denen die Protagonisten ihre Uniform anziehen.
Ein Mann sieht rot: Bad Ass reiht sich ein in das Genre der Rachefilme.Zugleich ist dies weniger Superheldenfilm als vielmehr eine kleine, recht schäbige Version von „Ein Mann sieht rot“ oder „Harry Brown“. Tatsächlich erinnert er noch mehr an den Michael-Caine-Film, in dem auch ein alter, harter Hund loszieht, um die Mörder seines Freundes zur Rechenschaft zu ziehen.
Mit Trejo ist das natürlich schlechter gespielt, was nicht heißen soll, dass er schlecht wäre. Nur, dass er eben kein Oscar-Preisträger ist. Muss man für die Rolle des Bad Ass aber auch nicht sein. Ist er anfangs bei den „Befragungen“, wo die Verdächtigen sind, noch moderat und haut nur zu, wird später schon auch mal eine Hand im Abfallzerkleinerer… äh … zerkleinert.
Regie: Craig MossGenre: Drama, ActionFilmstart:
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Hier wäre es genau das gleiche wenn man die U Bahn Schläger(überwiegend Südländer) verfilmen würde, das Opfer wäre sicher ein Türke.
So wie ich die Kritik verstehe, hat der Film ausser von der Rahmenhandlung her überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun...
Zudem der Film ohnehin alles andere als realistisch ist
Sehe ich ähnlich und ganz ehrlich: ich habe auch schon genügend pöbelnde Homies und Gangs in amerikanischen Streifen gesehen. Spätestens seit Training Day weiß man sogar, welche Stadtteile man bei seinem L.A. Besuch meiden soll - und damit ist nicht Beverly Hills gemeint.
Speziell die Bus-Szene wurde doch außerdem in diesem Rache-Film mit Jodie Foster exakt so mit Afroamerikanern umgesetzt, die andere Fahrgäste in der U-Bahn belästigen etc.
Hier wäre es genau das gleiche wenn man die U Bahn Schläger(überwiegend Südländer) verfilmen würde, das Opfer wäre sicher ein Türke.
Historische Genauigkeit in Ehren, aber wenn Hautfarbe im echten Leben keine Rolle spielen sollte, warum dann im Film?
Hier wäre es genau das gleiche wenn man die U Bahn Schläger(überwiegend Südländer) verfilmen würde, das Opfer wäre sicher ein Türke.