Asylum hängt sich an jeden kleinen und größeren Film ran und wartet mit dem eigenen Mockbuster auf. Nur vor einer Filmsparte hat man sich bislang gedrückt: den Superheldenfilmen. Vermutlich traut man sich an das Genre nicht heran, da dafür doch ein paar Effekte mehr notwendig sind, als die Portokasse hergibt.

Avengers Grimm - Official Trailer #1

Aber dafür lässt man der Kreativität bei Asylum mal wieder freien Lauf. Wenn man schon keine Superhelden machen kann, dann doch so etwas Ähnliches: „Avengers Grimm“. Hier finden sich nicht Superhelden ein, um gemeinsam gegen einen Schurken vorzugehen. Es sind die Prinzessinnen der Märchen, die hier Seite an Seite kämpfen.

Snow White ist Königin des Märchenreichs. Rumplestiltskin will die Macht an sich reißen, tötet ihren Mann und attackiert Snow White. Durch den magischen Spiegel kann sie fliehen, aber nicht allein. Auch Rumplestiltskin wird mitgerissen. Ihr Ziel: unsere Welt.

Avengers Grimm - Zieh dich warm an, Marvel - Märchenfiguren als Superhelden!

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Lou Ferrigno trägt wieder Farbe im Gesicht.
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Cinderella, Rapunzel und Sleeping Beauty wollen ihrer Freundin zu Hilfe kommen. Sie reisen durch den Spiegel und finden sich ebenfalls in unserer Welt wieder.

Hier ist nicht nur alles anders, als es die Schönheiten gewohnt sind, hier herrscht mittlerweile auch Rumplestiltskin, der Polizei und Politik unter seine Kontrolle gebracht hat. Die vier Märchen-Schönheiten nehmen den Kampf auf und müssen sich mit Rumplestiltskins Schergen, darunter den eisenharten Iron John, herumschlagen. Denn sie wollen nicht nur nach Hause zurück, sie wollen das Märchenreich für alle Zeit vor Rumplestiltskin schützen.

Fast wie die Superhelden

„Avengers Grimm“ ist sozusagen die Action-Version der Fernsehserie „Once Upon a Time“, nur deutlich günstiger. Zugleich ist der Film aber auch eine durchaus übliche Superheldengeschichte, zumal die Märchen-Prinzessinnen mit einer Kluft daherkommen, die Kostümen nicht unähnlich sind.

Packshot zu Avengers GrimmAvengers Grimm

Gleiches gilt für die Schurkenriege, die sogar einen Bezug zu einem Superhelden-Klassiker hat. Denn der zu Eisen gewordene Iron John wird von Lou Ferrigno dargestellt. Der Effekt, wenn man ihn so nennen will, ist einfach gelöst: Man hat ihn einfach mit silberner Farbe angemalt. Das kennt er ja noch aus seinen Zeiten als unglaublicher Hulk, nur dass er damals halt grün sein musste.

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Schöne Prinzessinnen gegen fiese Kobolde.
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Dennoch ist es schön, Ferrigno zu sehen, da er immer noch eine bemerkenswerte Präsenz hat. Bei B-Flimen der Marke Asylum ist er damit ganz gut aufgehoben.

Wer sich auch ordentlich schlägt, ist Casper van Dien, der das wohl bestaussehendste Rumpelstilzchen aller Zeiten spielt. Die Dialoge, die er zum Besten geben muss, sind etwas holprig, die Charakterisierung natürlich vollkommen holzschnittartig, aber als böser Herrscher, der die Leute zu einer Art willenlosen Zombies macht, ist er durchaus im grünen Bereich. Weil: Er weiß, wie man bei einer Rolle richtig gut übertreibt, und das macht er hier bravourös.

Im Grunde ist dies ein Superheldenfilm – und gar nicht übel, wenn man B-Filmmaßstäbe ansetzt.Fazit lesen

Die Damen sind da weit weniger gut, aber es ist, wie es bei B-Filmen immer und vor allem am wichtigsten ist: Sie sehen gut aus. Ist die Attraktivität groß genug, kann man auch Abstriche beim Schauspiel hinnehmen. Am besten ist zweifelsohne Rileah Vanderbilt („Hatchet“).

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Prügeleien und Superfights

Mehrheitlich sind es nur gut choreographierte Prügeleien, die hier geboten sind, hin und wieder werden die aber auch mit ein paar Effekten aufgemöbelt. Das heißt, Superheldenfeeling stellt sich schon ein, wenn Augen glühen, Dinge sich verwandeln, oder eine der Prinzessinnen mit Eisdolchen angreift.

Das ist schön gefilmt, wobei die warme Bildsprache das Ganze sehr heimelig aussehen lässt. Unterm Strich gilt: Der Film sieht tatsächlich wertiger aus, als das bei Asylum häufig der Fall ist.