2, 8 Milliarden Dollar hat „Avatar“ im Kino eingespielt – die absurden Zahlen der DVD- und Blu-ray-Rekordverkäufe nicht mit einberechnet. Dabei hätte diese astronomische Summe sogar noch größer ausfallen können: Durch vertragliche Bindungen zwischen Verleihern und Kinobetreibern, waren die Multiplexe gezwungen, die großen 3D-Säle nach drei Monaten zu räumen und Platz für Disneys „Alice im Wunderland“ zu schaffen. Wer sollte bei Vertragsabschluss auch ahnen, dass James Camerons Über-Epos auch vier Monate nach dem Start noch reißenden Absatz findet?
Cameron kündigte damals schon an, man wolle „Avatar“ auf jeden Fall noch einmal auf die große Leinwand hieven. Der passende Slot ist nun endlich gefunden, die nötige Begründung ebenso: Eine „Special Edition“ soll den zahlreichen Pandora-Fans den Zweit- oder Drittbesuch schmackhaft machen, ganze acht Minuten wurden dafür aus den Archiven gebuddelt. Aber: Lohnt sich der Kinobesuch deshalb auch?
Wer die Vita von James Cameron kennt, weiß auch, dass der als tyrannischer Pedant verschriene Regisseur durchaus seine Erfahrungen mit längeren Filmversionen hat. „Aliens“, „Terminator 2“, „The Abyss“ – für jeden seiner wichtigen Filme gab es bereits eine Langfassung, seit Jahren geht zudem das Gerücht um, von „Titanic“ gebe es ebenfalls einen geheimen „Director's Cut“, der alsbald veröffentlicht würde.
Eine der neuen Szenen zeigt die Jagd auf neue Nashorn... äh... viecher.Wer die Langfassungen der oben genannten Filme gesehen hat, dürfte schon eine vage Ahnung haben, wo die Reise hingeht: Das „spezielle“ an dieser Special Edition sind ganze acht Minuten mehr Laufzeit, die Regisseur James Cameron mit Archivmaterial füllt, das es in den ohnehin schon sehr langen Kinocut nicht geschafft hat. Anders als man hätte erwarten dürfen – und hier schließt sich der Kreis zu den vorgenannten Titeln – gibt es dabei jedoch keine nennenswerten „Aha“-Erlebnisse.
Die acht Minuten sind nämlich häppchenweise über die gesamte Laufzeit verteilt, fügen hier und da ein paar Sekunden an und gehen dabei in der epochalen Laufzeit beinahe unmerklich unter. Nicht wenige Kollegen standen nach der Pressevorführung mit imaginärem Fragezeichen vor dem Kino und wunderten sich, wo denn da nun etwas Neues zu sehen war. Tatsächlich muss man „Aufbruch nach Pandora“ schon mehrmals gesehen haben, um die zum Teil Sekundenbruchteil großen Szenen überhaupt zu realisieren.
Endlich wird erklärt, warum die Hallelujah-Berge überhaupt schweben.Ein, zwei unrunde Stellen erhalten durch die neuen Sequenzen tatsächlich auch den nötigen Feinschliff, etwa durch die längst fällige Erklärung, warum die Hallelujah-Berge überhaupt schweben. Im Grunde bleiben sämtliche Erweiterungen aber oberflächlich und austauschbar. Selbst die verlängerte „Avatar“-Sexszene gibt sich mit einer einzigen Einstellung zufrieden, die bereits im Trailer der „Special Edition“ verraten wird.
Avatar - Aufbruch nach Pandora - Trailer: Special Edition3 weitere VideosBedenkt man, was Peter Jackson mit den Extended Editions seiner „Ring“-Trilogie geleistet hat, wirkt diese „Special Edition“ gleich weit weniger „spezial“. Wo im „Herrn der Ringe“ viele Handlungsfäden zum Teil auf völlig neue Weise ausgelotet wurden, dadurch an Tiefe und Dimension gewannen, zeigt die „Avatar Special Edition“ nun eben drei Sekunden mehr leuchtender Pflanzen, ein paar neuer Dialogzeilen und lässt zwei neue Kreaturen durchs Bild flattern. Für den Fan ergibt sich so leider keinerlei Mehrwert.
Regie: James CameronGenre:Science FictionFilmstart: Darsteller:Giovanni Ribisi, Michelle Rodriguez, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Sam Worthington
Star Wars 3D: Episode 1 - Die dunkle BedrohungKinostart: 09. Februar 2012 Filmkritik lesen
Hugo Cabret Kinostart: 09. Februar 2012 Filmkritik lesen
Black GoldKinostart: 09. Februar 2012 Filmkritik lesen
Mein Fazit: Leider macht 3D Technik eine langweilige Story auch nicht besser...
Eigentlich wie bei nem Videospiel...
Ich meine die Zahlen sprechen ja für sich ^^
Und am Ende ist doch fast jeder Film i wie nach i was nachempfunden.
Sagen wir mal, dass sie geschickt von anderen stories zusammenkopiert wurde und noch ein wenig amerikanische Geschichte mit reingemixt wurde.
@enisra: versuch bitte beim nächsten mal nicht alles in einen satz zu packen, bzw setze satzzeichen. das kann ja kaum einer lesen.
da warte ich lieber auf die scheibenfassung mit 16 mins und vielen deletes scenes, das lhnt sich dann.
Da lohnt es sich als Filmfreund doch eine Extended Edition als DVD zu kaufen. Ich habe die HdR-Teile im Kino gesehen und die Extended Edition zu Hause und ich würde sie vermissen!
Ist nebenbei schon jemanden aufgefallen, dass es die Special Edition von Avatar ist... nicht die Extended. Da hat sich wohl der feine Herr Cameron nicht getraut es Extended zu nennen, weil er wusste, dass bei diesem Wortlaut die Aufregung viel größer wäre.
Oder...Oh Graus... er spart sich den Begriff Extended Edition für die nächste 8-Minutenverlängerung auf!
Die Story ist mehr als simpel aber super inszeniert.
Avatar habe ich mir zigmal angsehen wegen den bombastischen Effekten, angefangen beim Landeanflug des Transporters dessen Sound einen fast vom Sofa schüttelt.
Bis hin zu den ersten Szenen in dem bunten Funkelwald, mir entfuhr das gleiche "Wooow!" wie damals als Final Fantasy X rauskam, das Intro war einfach der Hammer ;-D
Noch einmal schaue ich ihn mir aber nicht im Kino, da gebe ich mein Geld wohl eher "The Expendables". :)
der mit dem schlumpf tanzt ist zurück
jetzt mit doppelt doofer sexszene und bunten nashörnern
endlich
Die Kinobesucher sind diejenigen, die Cameron das Geld in den Rachen schmeißen...
Wenn sich nicht jeder von der 3D-Techdemo hätte einlullen lassen, wäre der Film untergegangen. Mit der halbgaren 08/15-Story ist auf jeden Fall kein Geld zu verdienen...
warum auch 2,8 milliarden, wenns 5 sein können, egal zu welchem preis. ich warte ja noch auf titanic 3D , mit alternativem ende: jack liegt auf der tür und die olle rose geht zu den fischen -.-
Der Film war zwar gut aber für 8 Minuten würde ich nich nochma ins Kino gehn wart ich lieber bis es auf DVD rauskommt.
@Zam:
Avatar scheint halt etwas in vielen Menschen geregt zu haben. In Zeiten des Turbokapitalismus ist sowas durch logisch. Auch mancher religiöse Prophet hat nur jahrtausendalte Vorgänger kopiert und war trotzdem erfolgreich damit.
ich weiß auch nicht, so bei Star Wars war das damals schon nett, weil vorher konnte man das ja nur auf der kleinen Flimmerkiste sehen konnte wenn man nicht das entsprechende Alter hatte
aber hier ist der Zeitunterschied nicht wirklich groß, wobei ich das schon überlege, aber eher aus dem Antrieb herraus den Film nochmal auf der Großen Leinwand zu sehn
Auf jedenfall wart ich aber bis die fertige Fassung dann auf nem Silberscheibe gepresst ist bevor ich mir die hol
ach ja, und für die Diwwelesschisser die was vermeintliches zur Story schreiben wollen, der Film ist, wie viele andere auch nach dem Schema aufgebaut: de.wikipedia.org/.../Heldenreise
auch interesant, Joseph Campell - Der Heros in Tausend Gestalten
Ich fand ihn auch gut, aber nur vom Visuellem her.
Aber Story, Charaktere usw. sind Standardware.
Wenn man einen halbwegs objektiven (halbwegs!) Artikel schreibt, dann sollte man das schon erwähnen.
Habe die hohe Wertung damals schon net verstanden, eine 8 wäre völlig ok gewesen.
Aber naja, diese Special Edition wirkt für mich wie eine verarschung sondergleichen.
Wers mag...