James Cameron kündigte an, dass die heiß erwarteten Sequels zu seinem 2009er Mega-Blockbuster Avatar - Aufbruch nach Pandora um ein weiteres Jahr verschoben werden. Den Grund nannte er ebenfalls.

Im letzten Interview versprach Regisseur James Cameron noch, dass sich die Kinogänger aufgrund des "geilen Abenteuers" buchstäblich mit offenen Mündern "in die Hosen machen" würden. Davor sprach er aber in einem anderen Interview über den Schreibprozess, der bei seinem Vorhaben, zwei epische Sequels und ein Prequel zu liefern, nicht gerade einfach sei.

"Wir haben ein Experiment gewagt", so Cameron. "Wir stellten uns der Herausforderung, drei Filme zur selben Zeit zu schreiben. Und ich könnte sicherlich jedes der Drehbücher selbst schreiben, aber nicht drei in einem akzeptablen Zeitrahmen verfassen - Wir wollten sie alle zusammen drehen, daher konnten wir nicht mit einem anfangen, bis nicht alle drei Drehbücher beendet und abgenickt wurden."

Neben Cameron selbst arbeiten auch drei Co-Autoren an den einzelnen Drehbüchern. Und dieser Prozess zieht sich wohl noch eine Weile hin, denn just ließ Cameron verlauten, dass mit Avatar 2 erst 2017 zu rechnen sein werde. Insgesamt verschieben sich die Filme um ein weiteres Jahr, nachdem sie bereits einmal um ganze drei Jahre und einmal noch um ein ganzes Jahr verschoben wurden.

Cameron ist eben kein Mann der halben Sachen. Dass er sich schon mal Zeit lässt, weiß man nicht erst seit Avatar - Aufbruch nach Pandora, das erst satte 12 Jahre nach seinem vorherigen Megahit Titanic in die Kinos kam. Dass er nur noch Avatar-Filme drehen wolle, hat hier also nicht nur einen kreativen Anspruch.

"Es existiert eine gewisse Komplexität darin, eine Geschichte als Saga über drei Filme verteilt zum Laufen zu bringen, wenn man nicht einfach nur einen einzelnen, für sich stehenden Film dreht", so Cameron. "Wir schreiben drei gleichzeitig. Und wir haben es so ausgelegt, dass sich alles durch die drei Filme zieht. Wir machen nicht einfach nur einen, und dann den nächsten, und dann einen weiteren. Und parallel hierzu machen wir das komplette Design. Wir haben also all die Kreaturen und Umgebungen entwickelt."

Den letzten Termin für den Kinostart von Avatar 2 im Jahre 2016 bezeichnet der Meister-Regisseur als womöglich zu ambitioniert. Außerdem sei es ihm sehr wichtig, dass keine Cliffhanger entstehen. Ein Film soll zwar nahtlos zum nächsten überleiten, dennoch solle jeder Film für sich stehen können, um dem Publikum ein befriedigendes Filmerlebnis zu bieten.

Wenn sich jemand so sehr in die Materie hineinsteigert wie James Cameron, dann kann man getrost ein weiteres Jahr warten, was denkt ihr?