Wenn Avatar 2 und 3 floppen sollten, werde es keine weiteren Teile geben, drohte Regisseur James Cameron Ende vergangenen Jahres. Einen wichtigen Anteil am Erfolg hat seiner Meinung nach das Storytelling. Die Filme, ist er sich sicher, dürfen es sich nicht leisten, inhaltlich nicht zu funktionieren.

James Cameron brachte mit Avatar - Aufbruch nach Pandora 3D zurück in den Kino-Mainstream und landete einen unglaublichen Megahit mit über 2,7 Milliarden Dollar an weltweitem Einspiel - bis heute unerreicht. Und ganz sicher wird Cameron auch mit den Avatar-Sequels wieder einmal das technisch Mögliche ausloten. Doch eines werde laut dem Filmemacher geerdet und konservativ bleiben: das Storytelling.

"Ich denke nicht, dass man Storytelling verbessern kann", so Cameron während einer Pressetour. "Ich meine, beim Storytelling geht es stets um das Grundsätzliche. Es geht um Menschen. Und ich denke, die Lektion, die ich beim ersten Avatar gelernt habe und nun bei den weiteren Filmen anwende, ist die, dass man umso bodenständiger in Sachen Beziehung, Wahrheit und Herz sein sollte, je weiter man die Grenzen auslotet und Bilder auf die Leinwand bringt, die unvorstellbarer nicht sein könnten. Ich hoffe, dass ich genau das im höchsten Maße bei den neuen Filmen einhalte. Ich habe einen großartigen Cast. Ich habe sehr, sehr hart und bewusst für diesen Cast gearbeitet, um neue und junge Darsteller zu finden."

Es riskieren, zu versagen

Zusammen mit dem in seinen Augen großartigen Cast und einer bodenständigen Herangehensweise an das Storytelling in Kombination mit einer atemberaubenden Visualisierung wolle Cameron sicherstellen, die Filme mehr sein werden als bloße Augenweiden. "Wenn die Geschichte nicht funktioniert, wenn man es nicht vermag, sich mit den Charakteren zu identifizieren, wird es einfach nicht funktionieren", warnt der Filmemacher. "Selbstverständlich können wir es uns nicht leisten bei dem Budget-Level, auf dem wir uns befinden. Aber als Künstler muss man es sich selbst auch erlauben, zu versagen, egal was dabei auf dem Spiel steht. Man muss Neues ausprobieren. Das Riskanteste, was man tun kann, ist es, auf Nummer sicher zu gehen."

Natürlich muss man sich fragen, ob Disney als neuer Eigentümer der Film- und Fernsehdivision von 21st Century Fox, worunter auch das Studio 20th Century Fox fällt, ein Versagen erlaubt. Gerade Disney ist bekannt dafür, lieber "auf Nummer sicher" zu gehen.