"Es ist das Ende der Welt und ich fühle mich gut. Dieser Film ist die lebensbejahende Antithese zu Melancholia." - Peter Osteried

Wem „Melancholia“ zu traurig und deprimierend war, der könnte mit „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“ besser bedient sein. Denn der Film hat eine enorm lebensbejahende Qualität. Ein Happy-End kann es aber bei dieser Geschichte nicht geben. Dankenswerter Weise erlag auch niemand der Versuchung, der amüsanten und ans Herz gehenden Geschichte ein aufgesetztes Friede-Freude-Eierkuchen-Ende zu verpassen.

Denn im Grunde geht es auch nicht darum, dass das Ende gekommen ist. Viel wichtiger sind die Frage und die Betrachtung, wie die Menschen reagieren, wenn sie plötzlich nur noch 21 Tage zu leben haben. Scafaria präsentiert hier die volle Bandbreite dessen, wie sich Menschen wohl benehmen würden und nutzt dies auch für ein paar namhaft besetzte Gastauftritte, so William Petersen als Fahrer, der Dodge und Penny mitnimmt, und Patton Oswalt als Partyhengst, der die letzten Tage mit Saufen und Vögeln verbringen will.

„Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“ ist in seiner Essenz eigentlich eine romantische Komödie, der Umstand, dass die Apokalypse naht, macht daraus jedoch etwas Besonderes. Generell funktioniert die Genre-Mixtur trotz unterschiedlicher Tonalitäten ganz gut, so dass eine gelungene Kombination aus Komödie und Drama herausgekommen ist.

Gut, dass der Film schon im September in die Kinos kommt. Genug Zeit ihn zu sehen, sollte der 21.12.2012 nicht nur kommen und gehen, sondern die Weltuntergangstheoretiker zur Abwechslung einmal Recht behalten…