In Japan ist der erste Teil der Live-Action-Verfilmung von Attack on Titan bereits in den Kinos angelaufen. Und die Kritiken sind vernichtend. Doch das wollen die Macher nicht einsehen.

Attack on Titan - Von miesen Kritiken und noch miserableren Arbeitsbedingungen am Set

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuAttack on Titan
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 14/151/15
Wird Attack on Titan ein Flop?
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Im Grunde pfiffen es die Spatzen bereits von den Dächern: Allein die drastischen Änderungen bei der Live-Action-Verfilmung von Attack on Titan durch Regisseur Shinji Higuchi wurden von Fans stark infrage gestellt. Die komplette Besetzung durch Japaner ohne Rücksicht auf die europäische Herkunft der Charaktere sowie die Streichung des beliebten Charakters Levi stießen nicht gerade auf Verständnis. Zu Recht, immerhin ist Mikasa Ackermann im Anime und im Manga die letzte Asiatin der Welt. In der Verfilmung könnte man dagegen den Eindruck gewinnen, es gäbe stattdessen keine westlichen Völker mehr.

Das wäre sicherlich alles noch zu verkraften, wäre der Film ersten Kritiken zufolge nicht auch noch unglaublich schlecht. So vergab der japanische Filmkritiker Yuichi Maeda gerade mal 40 von 100 Punkten. So bemängelt er, dass der Film wesentlich unrealistischer wirke als sein Manga- und Anime-Counterpart. "Ich wünschte, die Titanen würden die Kinder einfach auffressen, damit es endlich endet."

Andere Kritiken bemängeln die übertriebene Melodramatik, den schlechten und unpassenden Soundtrack sowie die nicht gerade spektakulären Effekte. tatsächlich mixt Attack on Titan CGI mit "Menschen in Kostümen".

Aber es ist nicht so, als würden die Filmemacher versuchen, ihr Werk zu rechtfertigen oder die Kritik als Möglichkeit sehen, sich in Zukunft zu verbessern, nein, ziemlich untypisch für Japaner wird direkt zurückgeballert.

"Genial! Ich hatte keine Ahnung, wie ich reagieren soll, hätte uns dieser großartige Filmkritiker gelobt, also bin ich nun wirklich beruhigt. Ähm, was ich damit sagen wollte, wer ist der Idiot, der diesem Kerl eine frühe Fassung des Films gegeben hat?", so Regisseur Higuchis Reaktion auf Maedas Kritik.

Und damit ist er nicht einmal allein. Auch Special Effects-Fachmann Yoshihiro Nishimura (Tokyo Gore Police) feuerte gegen Kritiken, wonach der Film zu schlechtes CGI und billige Special Effects beinhalten soll.

"Alle sagen, Hollywood-Filme seien großartig! Nun, dann sollen sie eben nichts als Hollywood-Filme ansehen", so Nishimura. "Filme mit hohem Budget und viel fortschrittlicher Technik sind toll, nicht? Vor allem Filme mit hohem Budget! Ihr solltet Filme ansehen, die geradezu mit Geldbündel erschlagen wurden! Die Leute, die es mögen, Hollywood und japanische Filme zu vergleichen, lieben doch sowas, richtig?"

Nun kam sogar heraus, dass selbst die Dreharbeiten unter einer vergifteten Stimmung litten. Die Vorwürfe stammen dabei zumeist von Statisten, die einem Aufruf des Studios folgten. Doch statt sich zu freuen, dass Leute ihre Zeit opferten und ohne Bezahlung als Statisten auftraten, wurden sie am Set von Crewmitgliedern mies behandelt. Crewmitglieder hätten sie teilweise beschimpft und verhielten sich derart unsympathisch gegenüber den Statisten, dass einige von ihnen wutentbrannt das Set mitten im Dreh verließen. Einige meinten allerdings, dass sei normaler Set-Alltag.

Ein deutscher Kinostart ist leider noch immer nicht bekannt.

2 weitere Videos

Attack on Titan: Humanity in Chains - Titanenjagd auf dem Nintendo 3DS

Klicken, um Bilderstrecke zu starten (10 Bilder)

Attack on Titan: Humanity in Chains - Titanenjagd auf dem Nintendo 3DS

Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/11Bild 14/241/24
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken