Bei Asylum kann man nicht nur Mockbuster, man kann auch stereotype Machwerke produzieren. Bei „Asian School Girls“ – was für ein Titel! – hat man es mit einem handelsüblichen Rape’n’Revenge-Film zu tun, der das Rad nicht neu erfindet. Einzig neu ist, dass es gleich drei furiose Femmes sind, die sich an ihren Peinigern rächen wollen. Aber der Reihe nach.

Asian School Girls - Rache war nie süßer! - Official Trailer

Hannah und ihre Freundinnen gehen noch zur Schule, wollen aber einen drauf machen. Da trifft es sich gut, dass sie gefälschte Ausweise haben, mit denen sie in einen Club kommen. Dort lernen sie Steve und Wes kennen, die sie alle einladen, noch mit zu einer Party zu kommen. Aber die Party findet in einem schäbigen Hotelzimmer statt, und mit Ausnahme von Hannah sind eh alle Mädchen betäubt.

Nach einer Nacht der Vergewaltigungen werden die vier Mädchen auf die Straße geworfen. Sie gehen zur Polizei, aber die kann ihnen auch nicht helfen. Nach dem Selbstmord einer der Freundinnen beschließen die anderen drei, dass sie sich selbst rächen müssen. Sie nehmen Kampfsportunterricht, besorgen sich Waffen und gehen in einen Stripclub, da sie dort Wes und Steve vermuten. Sie haben auch Glück – die Zeit der Rache ist gekommen.

Asian School Girls - Rache war nie süßer! - Sexy Racheengel in Schulmädchen-Uniformen...

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Der Film erscheint bei uns am 12.12.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Hanebüchen

Man weiß, dass man sich bei Asylum befindet, wenn die Rede von „kriminellen Vergewaltigern“ ist – als ob es Vergewaltiger gäbe, die nicht kriminell sind. Damit nicht genug. Die Racheengel haben nichts Besseres zu tun, als zu strippen – inklusive Lapdances. Die sind auch gut bezahlt, was praktisch ist, weil Geld kann man ja immer brauchen. So denken es sich zumindest die Protagonistinnen, die mit echten Menschen etwa so viel gemein haben wie eine Burger-Bude mit einem Sternerestaurant.

Selbstverständlich gibt es in „Asian School Girls“ auch reichlich rassistische Klischees. Und nicht nur das: Bei Asylum ist man so schamlos, da nutzt man einen Film wie diesen auch, um die Hauptdarstellerinnen auszunutzen. Denn natürlich ist der Film so gestaltet, dass er auch reichlich nackte Haut zeigt. Wer einen Faible für Asiatinnen hat, wird hier durchaus bedient – und das in einigen Strip-Sequenzen, die naturgemäß der Story keinerlei zusätzlichen Mehrwert verschaffen.

Asian School Girls - Rache war nie süßer! - Sexy Racheengel in Schulmädchen-Uniformen...

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Der Film kommt bei uns nur stark geschnitten in den Handel.
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Noch weniger schön ist die Vergewaltigungssequenz, die auch recht lange geht, den deutschen Zuschauer aber nicht weiter tangiert. Denn „Asian School Girls“ ist für die FSK18-Freigabe geschnitten worden – und das reichlich. Insgesamt fehlen mehr als sieben Minuten. Die sind noch dazu derart dilettantisch herausgeschnitten worden, dass es wirklich stark auffällt. Ein paar der Szenen sind durchaus härter, es würde aber auch nicht überraschen, wenn der Verleiher schon eine gekürzte Fassung bei der FSK eingereicht hätte, denn dem Thema zum Trotz hat man durchaus schon Filme gesehen, die deutlich derber und dabei deutlich weniger bearbeitet worden sind.

Bodensatz des B-Films. Asylum-Quatsch, der hierzulande nur gekürzt angeboten wird.Fazit lesen

Grimmige Geschichte

Das Thema ist durchaus grimmig, die Umsetzung natürlich Exploitation pur. Da muss man sich nichts vormachen. „Asian School Girls“ ist filmischer Bodensatz. Schlecht gespielt, grausam geschrieben und in der Umsetzung unglaublich billig. Das gilt auch für die halbgaren Actionszenen, die in Sachen Choreographie auch zu wünschen übrig lassen. Zugute halten muss man dem Film, dass er seine Geschichte ernsthaft abspult und nicht auf Komik setzt. Zumindest nicht auf die, die gewollt wäre.

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Dafür sind die Dialoge aber teilweise so albern – und auch so unbeholfen dargeboten -, dass sich eine gute Portion unfreiwilliger Humor ergibt. Der ist zwar angesichts der Geschichte reichlich unpassend, aber bei einer Asylum-Produktion nimmt man, was man kriegen kann.