Nach mehr als einem Vierteljahrhundert präsentierte Jackie Chan den dritten Teil seiner Abenteurer-Reihe, die 1986 mit „Armour of God – Der rechte Arm der Götter“ begann und 1991 mit „Armour of God II – Der starke Arm der Götter“ (seinerzeit noch als „Mission Adler“ im Kino und auf VHS) fortgesetzt wurde. 21 Jahre mussten vergehen, bevor 2012 der dritte Teil sein Debüt feierte.

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Vor 150 Jahren wurde der Sommerpalast in Peking geplündert. Dabei wurden auch die zwölf Bronzeköpfe gestohlen, welche die Tierkreiszeichen darstellen. Abenteurer J.C. (Jackie Chan) wird beauftragt, die Köpfe zu besorgen. Erfahrener Dieb, der er ist, hat er schon eine Idee, wie er diesen gut bezahlten Auftrag unter Dach und Fach bringen kann.

Armour of God - Chinese Zodiac - Er hat’s überlebt! Jackie Chan in waghalsiger Action!

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Jackie Chan in Höchstform.
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Mit seinem Team geht es zuerst nach Paris, wo zwei der Köpfe sind. Bei dem elaborierten Diebstahl lernt J.C. eine Chinesin kennen, die Teil seines Teams wird, weil sie die Artefakte in ihre Heimat zurückbringen will. Die Suche nach weiteren Statuen führt J.C. und seine Leute an die unterschiedlichsten Orte der Welt, aber sie alle in ihren Besitz zu bringen, erweist sich als äußerst schwierige Aufgabe.

Der Auftakt rockt

Markenzeichen der „Armour of God“-Filme sind Pre-Title-Sequenzen, wie sie durch die James-Bond-Filme populär wurden. Auch in „Armour of God – Chinese Zodiac“ gibt es eine solche – und sie ist großartig! Tatsächlich ist sie so gut, dass der nachfolgende Film hier nicht mehr mithalten kann. Man erlebt mit, wie J.C. eine Bergstraße hinunterrast. Nicht mit einem Auto, nein, mit einem gepanzerten Anzug, der an Brust, Rücken, Armen und Beinen Rollen hat. Und während J.C. todesmutig über den Asphalt rauscht, wird er von jeder Menge Soldaten verfolgt.

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Auch der dritte Teil der Reihe hat einiges zu bieten...
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Um allerdings fair zu bleiben: Auch im restlichen Film gibt es allerhand waghalsige Actioneinlagen. Das Finale mit einem Kampf zwischen Fallschirmspringern hat es schon in sich. Generell gilt: Bei den Actionsequenzen hat man sich wirklich was einfallen lassen. Was Jackie Chan hier als Regisseur, Hauptdarsteller und Stuntkoordinator in Personalunion bietet, ist atemberaubend, auch wenn die Geschichte selbst nur eine Nummernrevue darstellt.

Wer Jackie Chan vor allem durch seine amerikanischen Filme kennt, der wird überrascht sein, wie weit er in Sachen Action wirklich zu gehen bereit ist. Wie bei seinen Hong-Kong-Produktionen aus den 80er Jahren macht es sich der mittlerweile fast 60-jährige Chan nicht leicht. Er fordert sich selbst heraus, so wie er es immer getan hat. Für ihn ist das schmerzhaft, für den Zuschauer großartig.

Viel Action, wenig Geschichte, dafür gibt es aber ein paar Stunteinlagen, wie sie nur Jackie Chan bieten kann.Fazit lesen

Zu viele Aufgaben?

Jackie Chan ist bei diesem Film Hauptdarsteller, Regisseur, Ko-Autor, Produzent, Ko-Kamermann, Art Director, Production Manager und vieles mehr. Insgesamt zeichnet er bei 15 Aufgaben in diesem Film verantwortlich. Ein wenig übernommen hat er sich schon, denn mit einem clevereren Skript wäre durchaus noch mehr drin gewesen.

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... Auch wenn er generell etwas schwächer ist als seine Vorgänger.
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In der jetzigen Form dient das Nichts an Geschichte nur dazu, aufregende Action vor exotischer Kulisse bieten zu können. Wobei die Exotik für chinesische Zuschauer bisweilen deutlich größer ist. Paris als Handlungsort ist für ein westliches Publikum sicher nicht gleich reizvoll.

Die episodische Struktur des Films verhindert, dass man sich richtig in ihn einfinden kann, aber angesichts der waghalsigen Stunts gibt es zumindest einiges zum Staunen.

Kurzfassung

Die deutsche Version von Splendid entspricht der internationalen Fassung. Das heißt, der Film wurde um knapp eine Viertelstunde gekürzt. An sich eine unschöne Sache, gerade bei chinesischen Produktionen kann sich das aber auch als Vorteil erweisen. Hier wurden vor allem Chans plumpe Anbiederung ans chinesische Regime, aber auch seine holzhammerartigen Botschaften, die querbeet über den Film verstreut sind und sich in hölzernen Dialogen widerspiegeln, entfernt.