In einem Interview sprach Avengers-Regisseur Joss Whedon auch über Edgar Wrights Ant-Man-Drehbuch, das er für das beste halte, was Marvel Studios jemals kriegen konnte.

Ant-Man - Joss Whedon: Edgar Wrights Ant-Man-Drehbuch war das beste, was Marvel jemals hatte

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Die Regie übernahm schließlich Peyton Reed
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Vor kurzem verglich Hank Pym-Darsteller Michael Douglas den kommenden Ant-Man in Sachen Humor und Stil mit James Gunns Blockbuster Guardians of the Galaxy. Ein durchaus gewagter Vergleich, immerhin ist Guardians of the Galaxy für viele seit langem das Beste, was Marvel Studios oder was generell das Subgenre des Superheldenfilms hervorgebracht hat. Und man bedenke, Douglas spricht da vom aktuellen Ant-Man ohne Edgar Wrights Beteiligung. Dieser verließ das Projekt nach jahrelangem Engagement aufgrund der typischen "kreativen Differenzen". Das kommt davon, wenn man einen geekigen Indie-Freigeist wie Wright engagiert, um eine Auftragsarbeit mit vorgeschriebener roter Linie ausführen zu lassen. Der Abgang von Wright kam für viele überraschend. Vor allem auch für Joss Whedon, dem kreativen Kopf der Marvel Phase 1 und 2. Die Nachricht traf Whedon ganz besonders in der Hinsicht, dass er Wrights Drehbuch zu Ant-Man für das beste hält, das Marvel jemals hatte.

"Ich dachte nicht nur, dass das Drehbuch das beste war, das Marvel jemals hatte, aber auch, dass es das beste Marvel-Drehbuch war, das ich jemals gelesen habe", so Whedon mit einem Seufzer. "Ich hatte kein Interesse an Ant-Man. Dann las ich das Drehbuch und ich dachte mir, 'Natürlich! Das ist so gut!' Es erinnerte mich an die Comicbücher, die ich las. Respektlos und lustig [...]. Ich weiß nicht, was schiefgelaufen ist. Aber ich war ziemlich traurig. Weil ich mir dachte, das ist ein Selbstläufer. Das ist Marvel, wie es sein soll. Was auch immer für Unstimmigkeiten aufkamen, was auch immer es war, ich verstehe nicht, wie es größer sein konnte als dieser Bund, der so natürlich wirkte. Aber ich werde nicht sagen, dass es definitiv Marvels Schuld war, oder Edgars. Ich hatte das Gefühl, dass sie gerade durch ihre Unterschiede einander ergänzen würden. Und, ja, irgendwas ist passiert."

Whedon bekundete seine Solidarität mit Wright durch ein Foto auf Twitter, das ihn mit einem Cornetto-Eis zeigt. Eine Anspielung auf Edgar Wright und Simon Peggs Cornetto-Trilogie bestehend aus Shaun of the Dead, Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis und The World's End.

Es hieß gerüchteweise sogar, Wright sei gefeuert worden. Viel glaubwürdiger ist allerdings, dass sich Marvel Studios, sicherlich auch dessen Präsident Kevin Feige zu sehr in das Drehbuch von Wright eingemischt haben könnte. Wie gesagt besitzt Feige einen ganz genauen Plan und eine ganz genau Vorstellung davon, wie das Marvel Cinematic Universe aussehen soll. Und vielleicht passten seine und Wrights Vorstellungen einfach nicht zueinander.

Whedon selbst wird sich mit The Avengers: Age of Ultron (Start: 23. April 2015) vorerst aus dem Subgenre verabschieden.