In der Late Show mit David Letterman erzählte Ant-Man-Darsteller Paul Rudd eine witzige Anekdote. Zudem entschied die Schlichtungskammer des Writers Guild of America, dass der ausgestiegene Regisseur Edgar Wright und Joe Cornish auch weiterhin ihre Story-Credits behalten dürfen.

Ant-Man - Hauptdarsteller Paul Rudd freut sich auf den "dummen" Ant-Man, Edgar Wright behält Writer-Credits

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Paul Rudd als Scott Lang / Ant-Man
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Wie heftig es hinter den Kulissen von Ant-Man zugegangen sein muss, das zeigt sich nicht nur darin, dass Edgar Wright als erster Marvel-Regisseur von Bord ging (gegangen wurde), sondern auch darin, dass eine Schlichtungskammer über die Story- und Drehbuch-Credits entscheiden musste. Offensichtlich hat es also nicht nur "kreative Differenzen" gegeben, wie alle Studios immer gern angeben. Ganz besonders nicht in diesem Fall. Nachdem Edgar Wright das Projekt verließ, holte Marvel Adam McKay für eine Überarbeitung des Drehbuchs und Peyton Reed als neuen Regisseur an Bord. McKay überarbeitete das Drehbuch gemeinsam mit Hauptdarsteller Paul Rudd, aber in Interviews teilten sowohl sie als auch Regisseur Reed mit, dass sie viele, sehr viele Elemente und Passagen inklusive Dialogen aus dem Drehbuch von Wright übernommen hatten. Außerdem wurden viele Original-Storyboards beim Dreh verwendet.

Dies reichte der Schlichtungskammer aus, um Wright und Cornish die alleinigen Story-Credits zuzuschreiben, während sie sich die Credits für das Drehbuch mit McKay und Rudd teilen. Das ist eine Entscheidung, die zeigt, wieviel Einfluss Wright auf das gesamte Projekt nahm. Und dass Ant-Man selbst jetzt noch größtenteils seinen Visionen entspringt. War das Marvel zu eigenständig? Zu britisch? Für Wright dürfte das eine Genugtuung sein, immerhin opferte er Jahre für die Arbeiten an Ant-Man. Auch Joss Whedon zeigte sich schockiert über seinen Weggang.

Das schlußendliche Ergebnis bezeichnet Hank Pym-Darsteller Michael Douglas ja bereits als vergleichbar mit James Gunns Guardians of the Galaxy. Das macht durchaus neugierig.

Und neugierig ist auch Hauptdarsteller Paul Rudd. Oder besser gesagt, sein Sohnemann. In der Late Show mit David Letterman teilte Rudd mit, dass sein Sohn auf seine Ankündigung, einen Superhelden zu spielen, besonders lustig reagierte. Sicherlich kann sich sein Sohn ebenso wenig vorstellen, wie Rudd einen Superhelden spielt, schließlich ist er bislang in erster Linie als nahezu zweitklassiger Comedian aufgetreten. Da ist eine Superheldenrolle schon ein ganz anderes Kaliber.

"Ich teilte meinem Sohn mit, dass ich einen Superhelden spielen werde", so Rudd. "Er fragte, 'Wen?' und ich sagte, 'Ant-Man'. Dann sagte er, 'Nun, ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wie dumm das wird.'"

Ant-Man startet am 23. Juli dieses Jahres in den Kinos und stellt den letzten Film der Marvel Phase 2 dar.

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