Lobet den Herrn, oder wer auch immer Ghibli-Pionier Hayao Miyazaki ins Ohr geflüstert hat. Denn der eigentlich im Ruhestand befindliche Miyazaki will einen letzten Animefilm in Angriff nehmen.

Studio Ghibli - Mastermind Hayao Miyazaki will einen letzten Anime machen

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2013 zog sich Anime-Pionier Hayao Miyazaki von der Produktion abendfüllender Animefilme zurück. Fortan konzentrierte er sich nur noch auf die Produktion von Kurzfilmen, etwa für das Studio Ghibli Museum, und Manga. "Ich selbst denke, dass die Ära von Bleistift, Papier und Film sich dem Ende zuneigt", war Miyazaki zu dem Zeitpunkt überzeugt. Und so verwunderte es nicht, dass er das Jahr, in dem er einen Ehren-Oscar erhielt, zum Anlass nahm, in den Quasi-Ruhestand zu treten. Ob ihn der Siegeszug der Animationsfilme zu Denken gab? Denn für das Studio Ghibli Museum arbeitete er an einem animierten Kurzfilm mit dem Titel Kemushi no Boro (Boro die Raupe).

Ehrgeiz erneut geweckt

Doch Miyazaki wäre nicht das geworden, wofür ihn noch heute Millionen von Fans lieben, wenn er sich nicht vom Ehrgeiz tragen lassen würde. Und so heißt es in der kürzlichen NHK-Reportage Owaranai Hito Miyazaki Hayao (Hayao Miyazaki: Der Mann, der noch nicht fertig ist) im japanischen Fernsehen, dass Miyazaki nicht zufrieden war mit dem Kurzfilm. Stattdessen habe er im August den Vorschlag gemacht, aus Boro die Raupe einen abendfüllenden Film zu machen - ob nun als Anime oder als Animationsfilm ist unbekannt - und diesen selbst zu inszenieren.

Allerdings, so Miyazaki, könnte ihn die Produktion fünf Jahre seines Lebens kosten. Am Ende wäre er also 80 Jahre alt. Er hoffe aber, dass der Film noch bis 2019 und noch vor den Olympischen Spielen in Tokyo fertiggestellt werden kann. Pragmatisch wie die Japaner nun mal sind, hat Ghibli-Produzent Toshio Suzuki in der Reportage ausgesagt, dass Miyazaki die gesamten Storyboards bis zu seinem Tod beendet haben will - zur Not könnte also etwa Miyazakis Sohn Goro den Rest übernehmen, wovon Herr Papa wiederum unter Umständen wohl nicht so begeistert wäre, wenn man ihre Vorgeschichte kennt.

20 years in the making

Die Geschichte über Boro die Raupe selbst ist eine, an der Miyazaki seit über 20 Jahren arbeitet. In der Geschichte geht es um die kleine Raupe Boro, die so klein ist, dass man sie ohne Weiteres zwischen den Fingern zermalmen könnte, wie Miyazaki beschreibt. Das Projekt selbst hat allerdings noch kein grünes Licht für die Produktion erhalten. Aber wenn ein Hayao Miyazaki den Willen hat, einen weiteren Animefilm zu inszenieren, wer würde ihm das schon verwehren wollen?

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