Laut dem Nachrichtenmagazin Focus hat Tobias Huch, Vertreiber von Alterverifikationssystemen für Sex-Seiten im Internet, eine Einstweilige Verfügung gegen den Pay-TV-Sender Sky erzielt.Diese besagt, dass Sky vor 22 Uhr keine Filme zeigen darf, die erst ab 16 oder 18 Jahren freigegeben sind. Grund dafür sei, dass Jugendliche den Jugendschutz-PIN der Smartcard zu leicht aus der Smartcardnummer herauslesen können.

Die Einstweilige Verfügung wurde dem Münchner Bezahlsender noch nicht übermittelt, fakt ist aber dass Sky eine Strafe von bis zu 250.000 Euro droht, falls sie gegen die Verfügung verstoßen sollten. Sollte jedoch Sky im Hauptverfahren gegen Tobias Huch gewinnen darf dieser den wirtschaftlichen Schaden begleichen, welcher dem Bezahlsender durch die einstweilige Verfügung zugefügt wird.

Huchs eigentliches Anliegen liegt aber laut dem Nachrichtenticker heise nicht an Sky selbst, sondern eher an der KJM, die er als „imkompetente und verfassungswidrige Mischbehörde“ bezeichnet, da sie zweifelhafte Urteile über die Wirksamkeit von Jugenschutzsystemen im Internet schreibt, gleichzeitig aber den lockeren Jugendschutz von Sky hinnimmt, obwohl die Vorwürfe schon seit Wochen bekannt sind.

Bekannt wurde Tobias Huch durch seine Petition zensur-in.de, mit welcher er versucht den Jugendmedienschutzvertrag zu stoppen. Weiteres mediales Aufsehen erregte er durch seine Klage gegen den Internetanbieter Arcor, der seiner Meinung nach den Zugang zu Google sperren sollte. Zuvor hatte Arcor die Erotikseite Youporn für seine Kunden gesperrt gehabt.