Wer hat sich noch alles auf Neill Blomkamps Alien 5 gefreut? Leider gibt es schlechte Nachrichten: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Film noch kommt, ist laut Blomkamp gering.

Ridley Scott hat es wohl geschafft - in beiderlei Hinsicht: Erstens hat er die Alien-Fangemeinde dank eines ziemlich heftigen Trailers an Weihnachten besänftigt und zugleich heiß gemacht auf Alien: Covenant, den ersten Film der geplanten Prequel-Trilogie, und zweitens hat er Neill Blomkamp aus dem Wettbewerb verdrängt.

"Gering", lautet die Antwort von Blomkamp auf die Frage eines Followers, wie die Chancen auf Alien 5 derzeit aussehen.

Alien 5 war Ridley Scott ein Dorn im Auge

Zunächst ging alles ziemlich schnell: Angefeuert durch Gespräche mit Ripley-Darstellerin Sigourney Weaver am Set zu Chappie, verfasste Blomkamp während der Dreharbeiten das Drehbuch und fertigte daraufhin Artworks an. Diese weckten das Interesse von 20th Century Fox und so kam das Projekt in Fahrt.

Schnell wurde klar, dass Blomkamp ein direktes Sequel zu James Camerons Aliens von 1986 anstrebt. Dies zeigte sich auch darin, dass sowohl Sigourney Weaver als Ellen Ripley als auch Michael Biehn als Corporal Dwayne Hicks zurückkehren sollten. Zudem wollte Blomkamp auch Newt wiederbringen und sie zur neuen Ripley gestalten.

Dann kamen erste Berichte, wonach Produzent Ridley Scott Änderungen am Drehbuch zu Alien 5 verlangte, da es ansonsten zu Überschneidungen mit Scotts Projekt geführt hätte. Schlimmer noch, der Kinostart von Alien 5 wurde zugunsten von Scotts Film nach hinten verlegt. Nun sollte der Film erst 2018 das Licht der Welt erblicken. "Alien ist in gewisser Weise wegen Prometheus 2 [Alien - Paradise Lost] auf Halt. Daher sollte ich wohl an anderen Dingen arbeiten... egal wie sehr ich den Xenomorph und Lt. Ripley auch liebe", ließ Blomkamp über Twitter wissen.

Vielleicht missfiel Scott, dass die Fans sich mehr auf Blomkamps Alien 5 als auf sein bis dato noch als Prometheus: Paradise bekanntes Alien-Prequel freuten. Vielleicht führten Blomkamps Ideen und die Erwartungshaltung der Fans aber auch zu einem Umdenken bei Scott? Wie der Trailer zu Alien: Covenant zeigt, spielen bewaffnete Einheiten und ein doch recht blutiges Vorgehen der Aliens eine große Rolle, während mit Katherine Waterstons Amy Daniels ein wehrhafter Charakter eingeführt wird, der Ripley ziemlich nahe kommt und laut Gerüchten sogar ihre Mutter sein soll. Statt Prometheus fortzusetzen, soll nun mit der Covenant-Trilogie der Brückenschlag zu Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt erfolgen.

Diese Informationen kamen alle erst nach den Details zu Alien 5, denn noch im September 2014, bevor Blomkamp mit seinem Konzept aufkam, ließ Scott wissen, dass auch in seinem nächsten Alien-Film kein Alien auftauchen soll.

Ein Gutes könnten Blomkamps Ideen also doch gehabt haben.

Alien: Covenant startet hierzulande am 19. Mai 2017 in den Kinos.

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