Wenn man Tim Burton und Johnny Depp in einem Satz liest, dann kann nur ein neuer abgefahrener Film voller surrealer Fantasien entstanden sein. Der Disney-Film Alice im Wunderland setzt langsam aber sicher seinen Fuß in die deutschen Kinos, um am vierten März die Kinobesucher zu unterhalten. Der auf Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker basierende Film könnte aber in vielen europäischen Kinos gar nicht erst gezeigt werden.
In Deutschland ist kein Kino-Boykott zu befürchten.Wie der Verband Niederländische Vereinigung der Kinobetreiber in Amstelveen jetzt mitteilte, boykottieren die vier größten niederländischen Kinoketten die 3D-Produktion. Der Grund ist, dass Disney den Film aus Angst vor einer größeren illegalen Verbreitung schon drei Monate nach dem Kinostart auf DVD und Blu-ray veröffentlichen möchte. Normalerweise erhalten Kinobetreiber von den Filmanbietern mindestens rund vier Monate Zeit, um einen Film im Kino zu zeigen. Das enstpricht dem sogenannten "Gentlemen's Agreement" zwischen Verleihern und Kinobetreibern.
Auch in anderen Ländern könnte es zu ähnlichen Fällen kommen, erklärte der Verband. Die Kinobetreiber nehmen den finanziellen Verlust in Kauf und versuchen durch den Boykott ein Zeichen zu setzen. Unklar ist, wie Disney weiter verfahren wird. In Deutschland wird es zu keinen Problemen kommen, da Disney hierzulande den Film frühestens vier Monate nach Kinostart auf DVD und Blu-ray herausbringen wird.





















Und zum Thema Kino.
Ich gehe pro Jahr so 10-15 mal ins Kino.
Als Dankeschön für meine Treue muss ich fürs Kartenvorbestellen noch 3 Euro extra löhnen!
Und da gibts noch so andere Beispiele.
Wieso bemüht sich das Kino nicht mal mich besser als Kunden zu binden?
MfG
Bei der Muskindustrie waren die miesen Kopierschütze auch nur ein Symptom für die gleichen Urängste, auch hier versuchte man alte Pfründe zu schützen, mit dem Ergebnis, dass man eine Riesennachfrage (nach onlinemusik) ignorierte und die potentiell zahlwilligen Kunden in die illegalen Angebote trieb.
Bie der Musikindustrie ging es aber auch vor allem um die wirklich ätzenden Kopierschütze und überzogene Preise sowie das schlechte Angebot.
Filme kann man heutzutage auch online legal beziehen. Es geht ja nur um die Zeit. Und Ungeduld empfinde ich als schlechte Ausrede für Raubkopien.
Versteht mich nicht falsch: Ich liebe Kino. Deshalb nervt es mich ja so an, dass die Betreiber es ständig verkehrt machen: Schlecht eingestellte Projektoren, scheppernde Lautsprecher, horrende Ticketpreise, unterbezahltes Personal. Kino muss etwas besonderes sein, ein Erlebnis. Das war es in den letzten Jahren, auch aufgrund überbordender Gewinnmaximierungsabsicht und/oder Fehlkalkulation seitens der Betreiber immer weniger. Dann fällt ihnen 3D in den Schoß, damit KÖNNTE Kino wieder ein Erlebnis werden. Und was machen die Schergen? Einen Boykott. Und warum? Zur Wahrung uralter Pfründe, von denen ich bezweifeln würde, dass es sich lohnt an denen festzuhalten.
Um es zusammenzufassen: Bis mir jemand Zahlen zeigt GLAUBE ich schlicht nicht, dass den Kinobetreibern ein signifikanter Verlust durch die frühere Veröffentlichung entsteht.
Ich kann deine Argumentation ja auch verstehen, aber ich habe auch nicht umsonnst "Chance auf maxmalen Gewinn" geschrieben. ;)
Disney versucht meiner Meinung nach nur die eigenen Umsätze auf Kosten der Kinobetrieber zu erhöhen und bedient sich dabei bei dem beliebten Grund "Raubkopien".
Nenn mich pessimistisch, aber ich glaube ein Raubkopierer wird nicht plötzlich ehrlich, weil er das Produkt nen Monat früher kaufen kann. Und ein echter Filmfan wird auch nen Monat länger warten und den Film nicht gleich runterladen.
Aber das ist nicht der Punkt, denk Dir einfach "billiger" im letzten Posting weg und mach ein "Geht zu Hause schöner/besser/ruhiger" draus. Ruhiger im Sinne von: Es sitzen nicht während de Films Leute neben Dir, die unbedingt telefonieren müssen :-)
3D ist aktuell das EINZIGE Alleinstellungsmerkmal des Kinos. Alles andere geht zu Hause schöner/Besser/Billiger. Wenn die Kinobetreiber dieses Feature nicht nutzen um Leute ins Kino zu ziehen sondern stattdessen Boykotts ansetzen, dann ist dieser Bande echt nicht mehr zu helfen.
Mein Hautpargument bleibt: Ich zweifele daran, dass ein Film nach drei oder vier Monaten überhaupt noch nennenswerte Umsätze in Kinos macht.
Genauso wie die Zahl der Kinobesucher. Und darum geht es ja. Disney verwehrt damit den Kinobetreibern die Chance auf einen maximalen Gewinn.
Es geht auch nicht um das Raupkopieren der 3D-Versionen. Die Kinobetreiber wollen Disney mit dem Boykott nur dort treffen, wo es am meisten weh tut - bei den teuren 3D-Vorstellungen.
Ich finde das Vorgehen von Disney richtig. Eigentlich müsste man sogar noch weiter gehen. Ich behaupte mal: Wenn Konsumenten unmittelbar nach dem Kinobesuch die Chance hätten den Film zu Kaufen, wäre die Zahl der illegalen Downloads signifikant niedriger.
Ich finde das Vorgehen von Disney richtig. Eigentlich müsste man sogar noch weiter gehen. Ich behaupte mal: Wenn Konsumenten unmittelbar nach dem Kinobesuch die Chance hätten den Film zu Kaufen, wäre die Zahl der illegalen Downloads signifikant niedriger.
mal überlegen obs ich versuch XD
(jetzt.sueddeutsche.de/.../475288)