Als im Oktober bekannt gegeben wurde, dass Hollywood-Komiker Adam Sandler einen Exklusivdeal über vier Filme mit dem Streamingdienst Netflix abgeschlossen hat, war das eine kleine Sensation. Nun weiß man dank geleakter Emails, dass ihn sein bisheriger Geldgeber Sony Pictures quasi abgeschoben hat, weil man ihn dort "hasst".

Aktuelles - Warum Adam Sandler nun bei Netflix ist? Sony Pictures hasst ihn

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Pixels ist einer der letzten Filme von Adam Sandler bei Sony Pictures
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Eine Abschiebung? Eine Strafversetzung? Oder einfach nur das Abstellgleis? Wie man es wendet und dreht, der Exklusivdeal über vier Filme mit dem Streamingdienst Netflix wirkt nach diesen Emails, die im Zuge des Sony Pictures-Hacks zwischen Sony Pictures' Motion Picture Chief Amy Pascal und anderen Sony Executives geleakt wurden, ganz und gar nicht mehr so glänzend für Adam Sandler.

Sandler teilt eine lange Geschichte mit Sony Pictures, immerhin befindet sich seine Produktionsfirma Happy Madison ebenfalls auf dem Gelände von Sony Pictures'. Die letzten 15 Jahre hat Sandler exklusiv mit Sony Pictures zusammengearbeitet. Eine fruchtbare Zusammenarbeit, Sandlers Filme spielten weltweit über 3,9 Milliarden Dollar ein. Bis vor ein paar Jahren war Sandler auch ein echter Publikumsmagnet. Doch dann kamen Filme wie Jack und Jill, Der Chaos-Dad und Urlaubsreif, die bis auf Der Chaos-Dad zwar keine Flops im herkömmlichen Sinne waren, aber für Sandler-Verhältnisse sehr enttäuschend liefen. Zumal die Kritiker mehr denn je Sandlers Zoten-Humor beanstandeten.

Doch nicht nur bei den Kritikern und beim Publikum , auch bei Sony Pictures selbst herrschte Unmut ob des sinkenden Sterns von Adam Sandler. Bei einer internen und anonymen Mitarbeiterumfrage kam heraus, dass es die Leute leid waren, weiter stumpfsinnige und formelhafte Adam Sandler-Filme zu produzieren. Manch einer fragte sich, wieso man bei einem Output von vielleicht fünf Filmen pro Jahr noch immer Adam Sandlers Schrott produzieren soll. Und den besonderen Status, den Team Sandler und Sandlers Produktionsfirma Happy Madison bei Sony Pictures genossen, befanden einige sowieso für unfair und unrealistisch.

Das Fass zum Überlaufen brachte dann wohl ein Meeting von Adam Sandler mit Sony-Verantwortlichen, bei dem sich Sandler äußerst daneben benommen, und die sofortige Finanzierung seines 200 Millionen Dollar Projekts Candyland verlangt haben soll. In einer Email vom 23. September diesen Jahres beschrieb Hannah Minghella, Co-President of Production bei Columbia Pictures, das Meeting als extrem misslungen. Pascal antwortete daraufhin, dass Adam Sandler nun mal ein Arschloch sei, und es zwar sein Fehler, aber Sony Pictures müsse besser darauf Acht geben, was man produzieren wolle, woraufhin Doug Belgrad, Präsident der Motion Picture Group bei Sony Pictures Entertainment ihr antwortete, dass sie selbst bereitsd sagte, dass Sandler nicht mehr derselbe sei, der er mal war, und dass sich das nicht ändern lassen würde.

Da darf man nun doppelt gespannt sein, was aus der Verbindung Sandler-Netflix herausspringen wird.