Die Piratenpartei fordert die Abschaffung der FSK-Feiertagszensur. Ihre Begründung: Staat und Kirche haben kein Recht, die Bürger durch derlei Verbote zu bevormunden.

Aktuelles - Piratenpartei fordert Abschaffung der Feiertagszensur von über 700 Filmen

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Das Leben des Brian brachte Ärger für eine Initiative
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Wusstet ihr, dass die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) nicht nur über die Altersfreigabe eines Films bestimmt, sondern auch darüber, ob jener an einem stillen Tag bzw. stillen Feiertag ausgestrahlt werden darf? Ein stiller Feiertag steht unter besonderen Schutz durch die Feiertagsgesetze, die je nach Bundesland anders gehandhabt werden. So gilt der Buß- und Bettag nur noch im Bundesland Sachsen als Feiertag. Am bekanntesten dürfte das Tanzverbot an Karfreitag sein. Weitere stille Feiertage sind Heiligabend, Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, die gesamte Karwoche von Palmsonntag bis Karsamstag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag.

Über 700 Filme, die nicht an stillen Feiertagen ausgestrahlt werden dürfen

Aber selbst für Filme gibt es eine derartige Regelung. Die nennt sich Feiertagszensur und wird ebenfalls von der FSK bestimmt. Die urteilt darüber, ob ein Film an einem solchen stillen Feiertag ausgestrahlt werden darf oder nicht. Und die Liste an Filme, die an einem solchen Tag nicht ausgestrahlt werden darf, beinhaltet über 700 Titel.

Darunter Filme wie Ghostbusters, Bonnie und Clyde, Didi Hallervorden - Alles im Eimer, Die Feuerzangenbowle, Mel Brooks verrückte Geschichte der Welt, Mad Max 2 - Der Vollstrecker, Das Leben des Brian, Buckaroo Banzai - Die 8. Dimension, Man nennt mich Halleluja, Cheech & Chong in weit und breit kein Rauch in Sicht, Shark Skin Man & Peach Hip Girl, Reservoir Dogs, Vacation - Wir sind die Griswolds und Mary Poppins.

Ihr seht, die genannten Filme entsprechen allen möglichen Genres und tragen alle auch unterschiedliche Altersfreigaben. Allen gemein ist aber die Tatsache, dass die FSK die Meinung vertritt, sie seien nicht "feiertagstauglich".

Die Piratenpartei klagt an

"Dass Kinderfilme, Klassiker, Satire und Kritik im Jahr 2015 auf einem Feiertagsindex stehen, verschlägt mir den Atem. Teilweise entscheidet die FSK sogar ohne jede Prüfung. Die Feiertagszensur von Filmvorführungen ist im Zeitalter von Video und Internet völlig wirklichkeitsfremd und gehört dringend abgeschafft. Solange die Feiertagsruhe nicht öffentlich wahrnehmbar gestört wird, haben Staat und Kirche kein Recht, uns bei der Gestaltung arbeitsfreier Sonn- und Feiertage durch Filmvorführungs-, Tanz- oder Veranstaltungsverbote zu bevormunden", so der Landtagsabgeordnete Patrick Breyer von der Piratenpartei Schleswig-Holstein.

Dem ging ein Fall in Bochum voraus, bei dem die Initiative Religionsfrei im Revier trotz eindeutigem Verbot vonseiten der Stadt an Karfreitag den Film Das Leben des Brian aufführte und daraufhin zu einem Bußgeld verdonnert wurde.

Was meint ihr? Wusstet ihr von einer solchen Regelung und fühlt ihr euch in eurer Freiheit beeinträchtigt und habt nun das Verlangen danach, auf die Barrikaden zu steigen oder kräht kein Hahn danach?

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