Eine kontroverse Aussage, die Michelle Rodriguez da am vergangenen Wochenende tätigte. Darauf angesprochen, ob sie tatsächlich in die Rolle des Green Lantern schlüpfen soll, teilte sie mit, dass Hollywood aufhören sollte, den Weißen die Superheldenrollen zu klauen und stieß damit eine Debatte um Rassismus los.

Aktuelles - Michelle Rodriguez: Hört auf, den Weißen die Superhelden zu stehlen!

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Dieses Jahr sieht man Michelle Rodriguez noch in James Wans Furious 7
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Heutzutage muss man aufpassen, was man sagt, denn alles kann im Internet so verwässert werden, dass es falsch verstanden wird. Und dann befindet man sich schnell in gefährlichen Gewässern. Und das musste nun auch Schauspielerin Michelle Rodriguez am eigenen Leib erfahren, als sie am vergangenen Wochenende darauf angesprochen wurde, ob sie den nächsten Green Lantern spielen werde. Offensichtlich ist sie kein Fan davon, Rollen atypisch oder gar komplett mit einem anderen Geschlecht zu besetzen.

"Das ist das Dümmste, was ich jemals gehört habe", so Rodriguez. "Ja, ich denke es ist so dumm... wegen all dieser ganzen Minderheiten-Sache in Hollywood. Aber es ist einfach dumm. Hört einfach auf, den Weißen ihre Superhelden zu klauen, wisst ihr. Macht eure eigenen. Versteht ihr, was ich meine? Was soll das?"

Natürlich wurde ihre Aussage wieder in alle möglichen Richtungen geschleift und ihr Rassismus, ja sogar Frauenfeindlichkeit vorgeworfen. Das Ganze nahm derart überhand, dass sich Rodriguez dazu genötigt sah, ihre Aussage auf Facebook noch einmal genauer zu "erklären".

Ihrer Meinung nach sollten Minderheiten ihre eigenen Mythologien entwickeln und in Hollywood zu erfolgreichen Franchises machen, statt darauf zu hoffen, dass Hollywood eventuelle Rollen statt mit Weißen mit Minderheiten besetzt. Statt einen weiblichen Charakter in einen Kerl zu verwandeln, oder einen weißen Charakter in einen schwarzen oder lateinamerikanischen Charakter zu verwandeln, sollte Hollywood die Faulheit überwinden und neue, eigene Mythologien entwickeln.

"Ich meine damit nur die unterschiedlichen Kulturen in Hollywood: Latinos, Schwarze, Asiaten und so weiter und so weiter, sie gelten als Minderheiten, weil es nicht genug Autoren gibt, die sie repräsentieren. Sie sollten damit beginnen, das zu einer wichtigen Priorität zu machen. Es geht nicht darum, Catwoman oder Superman oder Green Lantern zu nehmen, und sie dem kulturellen Hintergrund anzupassen, aus dem ihr stammt. Es sollte kreativer sein als das. Die Leute müssen aufhören, faul zu sein. Das meinte ich mit meinem Kommentar."

Nick Fury, Spider-Man, aber auch der weibliche Thor zeugen davon, dass sich die Fans nicht mehr länger damit abfinden wollen, dass ihre geliebten Charaktere "politisch korrekt" besetzt werden. Manch ein Fan empfindet jene Besetzungen und Entscheidungen eher als Anbiederei denn cleveren Schachzug. Was denkt ihr darüber?