Kim Dotcom darf an die USA ausgeliefert werden. Das entschied ein Richter im neuseeländischen Auckland und gab zu verstehen, dass die "Beweislage überwältigend" sei.

Aktuelles - Kim Dotcom darf an USA ausgeliefert werden

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Kom Dotcom ist auch in der Gaming-Szene kein Unbekannter. Weihnachten 2014 sorgte er angeblich dafür, dass die DDOS-Attacken auf Xbox Live und das PSN eingestellt wurden.
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Bei der Anhörung ging es hauptsächlich um die Feststellung, ob die Anschuldigungen gegen Dotcom und drei weiteren Angeklagten überhaupt stichhaltig sind, um eine Auslieferung zu rechtfertigen.

Sollte er an die USA ausgeliefert werden, so drohen ihm dort bis zu 20 Jahre Haft. Vorgeworfen werden ihm Urheberrechtsverletzungen, Betrug und Geldwäsche. Dotcom will diese Entscheidung nun anfechten.

Kim Dotcom – Megaupload, Mega und der Fall

Dotcom sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Er gründete den Filehoster Megaupload und nahm Millionen ein. Zum damaligen Zeitpunkt war Megaupload einer der am häufigsten genutzten Dienste in der Szene.

Schließlich wurde Megaupload 2012 von der amerikanischen Justiz vom Netz genommen. Seitdem findet er kaum noch Ruhe: alles begann mit einer großangelegten Razzia auf seinem Anwesen in Neuseeland, wo die Polizei Dotcom aus einem verbarrikadierten Panikraum holte. Auf Antrag der amerikanischen Kläger wurde alles beschlagnahmt, darunter Luxusautos, Gemälde, Bargeld und Schmuck.

2013 dann ließ er sich wieder auf seinem Anwesen feiern, als er passend zum Jahrestag der Razzia den neuen Dienst Mega startete. Models in Uniform und eine inszenierte Verhaftung waren Teil einer riesigen PR-Show. Einige Zeit später wollte er in der Politik mitmischen und gründete eine Internet-Partei in Neuseeland, um sich für günstige Internetzugänge und eine Reform der Urheberrechte einzusetzen.

Er konnte sogar Prominenz für seinen Wahlkampf gewinnen, darunter Edward Snowden, Julian Assange und Glenn Greenwald. Aber bei den Wahlen scheiterte die Partei und zog sich aus der Politik zurück.

Dotocm behauptete dann via Twitter: "Es ist offiziell, ich bin pleite." 10 Millionen Dollar habe der Kampf gegen die Auslieferung in die USA gekostet. Und dann wurde er auch noch mit einer Trennung von seiner Frau konfrontiert.

Letztendlich sieht sich Dotcom als Opfer einer Hetzjagd, wie er einmal in einem Interview sagte: "Ich bin ein leichtes Ziel wegen meines extravaganten Lebenswandels. Außerdem bin ich Deutscher, und Hollywood mag Deutsche ja als Bösewichte. Die meisten Bösewichte in den James-Bond-Filmen sind auch Deutsche."

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