In einem Interview sprach Guillermo del Toro über seine Pechsträhne mit großen Hollywood-Blockbustern. Hellboy kriegt er nicht finanziert, Pacific Rim 2: Maelstrom steht auf Messers Schneide und an Superheldenstreifen habe er einfach kein Interesse. Langsam hat er die Schnauze voll.

Aktuelles - Guillermo del Toro will keine großen Hollywood-Blockbuster mehr drehen

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Guillermo del Toro am Set von Crimson Peak
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Eigentlich sind es ja nicht nur Hollywood-Blockbuster, bei denen Regisseur Guillermo del Toro Pech hat. Schon zwei Mal hat er versucht, ein Spiel zu entwickeln. Einmal ging Publisher THQ Pleite, bevor Insane angegangen werden konnte und einmal wurde Maestro Hideo Kojima von Konami gefeuert, was auch ihr gemeinsames Horrorprojekt Silent Hills begrub. Mehr Glück hat Del Toro aber auch nicht in seinem eigentlichen Metier: Hellboy 3 ohne Finanziers und die Produktion von Pacific Rim 2 auf wackligen Beinen - Del Toro ist nicht zu beneiden. Kein Wunder, dass er frustriert ist.

"Was ich euch sicher sagen kann, ich habe nicht vor, noch länger große, gigantische Hollywood-Blockbuster zu drehen", so Del Toro. "Crimson Peak ist eine tolle Erlaubnis, um mal im kleineren Maßstab zu drehen. Ich meine, es ist groß für dein Drama, aber es ist ein wesentlich kleineres Vorhaben im Vergleich zu Pacific Rim oder Hellboy. Ich kann zwar nicht sagen, welche, aber mir wurden gigantische Filme im Superhelden-Genre angeboten, aber ich mag keine Superhelden, die... nett sind. Ich mag die düsteren, daher waren Blade und Hellboy genau richtig für mich. Die Action-Mechaniken interessieren mich nur, wenn es ein Universum ist, das mir sehr, sehr am Herzen liegt, was auf Pacific Rim zutrifft und ich liebe es. Ich werde keine Actionfilme oder Superheldenstreifen mehr anstreben. Ich hoffe, dass ich zu den kleineren, sonderbaren Filmen zurückkehren kann."

Tatsächlich hat Del Toro extra für Pacific Rim 2: Maelstrom die Regie bei Justice League Dark fallengelassen - ein Superheldenstreifen, der genau seinem Geschmack entspricht und auf einer Comicreihe von DC basiert, in der das Superhelden-Team aus John Constantine, Swamp Thing, Deadman, Madame Xanadu und Zatanna bestehen sollte, während neben Floronic Man auch The Phantom Stranger, The Spectre, Zatara, Sargon the Sorcerer und Etrigan the Demon auftauchen sollten. Allesamt Charaktere also, die eher der fantastischen, mystischen Ecke der Comics entspringen.

Leider ist Justice League Dark zu groß, um mal eben dazwischengeschoben zu werden. Aber Del Toro hätte eine andere Idee, die klein genug ist: Silva, eine Geschichte, die er noch in seiner Zeit in Mexiko ersann und in der es um den mexikanischen Wrestler Silva geht, der herausfindet, dass alle Politiker Vampire sind. Wem das jetzt irgendwie bekannt vorkommt - diese Idee hat er auch in The Strain aufgegriffen.

Del Toros neuer Film Crimson Peak startet hierzulande am 15. Oktober 2015 in den Kinos.

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