Ennio Morricone, der legendäre italienische Komponist, der für seine Filmmusik zu über 30 Spaghetti-Western bekannt ist, hat Studenten während eines "Musik-, Film- und Fernsehkurses" an der LUISS-Universität in Rom mitgeteilt, dass er nie wieder mit Regisseur Quentin Tarantino auch nur an irgendwas zusammenarbeiten möchte.

Der mittlerweile 84-jährige Komponist hat in seiner langen Karriere die Musik zu insgesamt 500 Filmen geschrieben. Darunter knapp 30 Spaghetti-Western. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Soundtracks zu Spiel mir das Lied vom Tod, Es war einmal in Amerika und Mission. Dabei arbeitete er mit Regie-Größen wie Sergio Leone, Bernardo Bertolucci, Oliver Stone, Terence Malick, Brian De Palma und John Carpenter zusammen.

Und 2009 kam Inglorious Basterds hinzu, besser gesagt, hätte dazukommen sollen, denn Morricone war zu dem Zeitpunkt noch mit der Musik zu Guiseppe Tornatores Baarìa beschäftigt gewesen und fand keine Zeit, um noch an Inglorious Basterds zu arbeiten. Stattdessen verwendete Tarantino bereits komponierte Musik Morricones aus älteren Filmen.

Bereits letztes Jahr soll Tarantino Morricone erneut kontaktiert haben, weil er wieder mit ihm zusammenarbeiten wollte. "Aber ich sagte ihm, dass ich nicht könne, weil er mir einfach nicht genug Zeit gab. So benutze er wieder ein älteres Stück von mir."

Überhaupt sei er frustriert über Tarantino, da er Musik völlig zusammenhangslos in seinen Filmen platziere und man mit so jemanden einfach nichts anfangen könne.

Django Unchained habe er sich dennoch angesehen. "Um die Wahrheit zu sagen, es hat mich kalt gelassen. Zuviel Blut."