In einem Interview äußerte sich der indisch-stämmige Comedian Aziz Ansari über die Diskriminierung von Minderheiten in Hollywood und begründete, warum er es abgelehnt hat, in Transformers mitzuspielen.

Nach all den Schauspielerinnen, die sich über ungleiche Gagen und stereotypische Rollen in Hollywood beschwert haben, ist es fast schon eine Wohltat, mal die Beschwerde eines Mannes über Hollywood zu hören: Der indische Schauspieler und Comedian Aziz Ansari, den man hierzulande wohl am meisten aus 30 Minuten oder weniger und der Serie Parks & Recreation – Das Grünflächenamt kennen dürfte, sprach in einem Interview über den Rassismus gegenüber Minderheiten in Hollywood-Filmen.

"Es existiert wirklich. Als sie das Casting für all diese Serien gemacht haben, meinten sie, 'Wir haben schon unseren Minderheiten-Kerl und unser Minderheiten-Mädchen'. Es wird niemals zwei indische Leute in einer Serie geben [Ansari spricht von wiederkehrenden und bedeutenden Rollen]. Dasselbe mit Asiaten, einer darf dabei sein, aber es dürfen keine zwei sein. Bei Schwarzen dürfen es zwei sein, aber nicht drei, denn dann wird es als schwarze Serie bezeichnet. Bei Homosexuellen dürfen es auch zwei sein, bei Frauen auch zwei. Aber Asiaten und Inder? Da darf es immer nur einer sein, niemals zwei."

Und weil ihn niemand in interessanten Rollen besetzen wollte, schuf er einfach seine eigene Sendung. "Wenn man ein Minderheiten-Schauspieler ist, würde niemand eine solche Serie für dich schreiben. Niemand würde sagen, 'Hey, wie wäre es, wenn wir Aziz an Bord holen und in dieser Serie mit 10 Episoden besetzen und ihn einen gut durchdachten Charakter spielen lassen.' Im besten Fall würden die einen Charakter schreiben, der meinem Charakter Tom [Haverford aus Parks & Recreation – Das Grünflächenamt] ähnelt."

Rollen, die auf Klischees aufbauen und nur der rassistischen Darstellung dienen, nehme er nicht an. Und genau aus diesem Grund habe er eine Rolle in Michael Bays Transformers von 2007 abgelehnt. "Es war eine Rolle für einen Kerl mit einem Akzent wie in einem Call-Center. Und ich dachte mir nur, 'Nein, ich mache das nicht.' Und dann sagte Ravi Patel, 'ich mache es.' Und er tat es und hatte gutes Geld dafür bekommen. Ich habe nichts gegen jemanden, der solche Sachen mit Akzent macht. Ich kann es verstehen. Man muss arbeiten und einige Leute halten es nicht für problematisch."

Tatsächlich spielte Patel einen Call-Center-Angestellten, den es nicht interessierte, dass die Person am anderen Ende der Leitung um ihr Leben kämpfte. Ein kurzer Lacher, ein kurzer Satz. Das war's dann auch schon. Stereotypische Besetzung.

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