movie2k ist unter neuem Namen zurück: movie4k. Letzten Mittwoch ging Deutschlands größtes illegales Streaming-Angebot movie2k offline - zwischendurch berichtete unter anderem Die Welt, dass Razzien stattgefunden hätten und dies Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein für naheliegend halte.

Nun meldeten sich die mutmaßlichen Betreiber von movie2k zurück und gaben nicht nur einen öffentlichen Brief heraus, sondern gingen mit movie4k auch gleich noch mit einem Nachfolger online. Verändert hat sich hier auf den ersten Blick nichts, sieht man vom neuen Namen ab.

Indem Brief heißt es, dass Menschen das Bedürfnis hätten, Streaming-Portale zu besuchen. Die Problematik sei "das Resultat eines kollektiven Bedürfnisses der Menschen nach kostenfreien Medien."

Zudem müsse man der Industrie und dem Staat verdeutlichen, dass die Verletzung des Copyrights nicht mit einem Gewaltverbrechen oder Mord gleichzusetzen sei: "Wieso sitzen Raubkopierer 5 Jahre im Gefängnis, während Kinderschänder mit einer Strafe von 22 Monaten auf Bewährung frei kommen? Weil es bei ersterem vor allem um einen finanziellen Schaden geht, der um ein Vielfaches wichtiger ist als ein unersetzbares Menschenleben."

Am Ende des Briefes schreibt man zudem noch: "Geht eine Seite offline, kommen in den nächsten Tagen fünf neue, die deren Platz einnehmen wollen. Ist es nicht an der Zeit, etwas an dem aktuellen Geschäftsmodell zu ändern und den Einfluss der neuen Medien zu akzeptieren?"

Der Text schließt mit dem Rat, die Piratenpartei zu wählen. Wieso movie2k wirklich offline ging und ob hinter movie4k wirklich die ehemaligen Betreiber stecken, ist noch nicht so richtig geklärt. Eine alte Domain von movie2k leitet aber auf movie4k weiter.

Unterdessen machen Meldungen die Runde, dass movie4k den Virus iehighutil.exe verteilt, der sich als Internet Explorer tarnt.