Vor einigen Tagen meldete sich Sigourney Weaver auf der London Film and Comic Con zu Wort und verriet, dass Alien vs. Predator der Grund gewesen sei, warum sie wollte, dass Ripley am Ende von Alien 3 stirbt. Nun meldet sich AvP-Drehbuchautor Peter Briggs zu Wort und konterte ihre Aussage.

Aktuelles - Aliens vs. Predator-Drehbuchautor kontert Sigourney Weavers Aussage

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Peter Briggs findet: Sigourney Weaver redet Unsinn
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Drehbuchautoren sind in der Hollywoodmaschinerie die essentiellen Verschleißteile, die man ohne Probleme einfach auswechseln kann. Und so haben sie auch meist nichts zu melden. Umso mutiger ist es, wenn sich einer erhebt und die Aussagen einer Hollywood-Größe anfechtet. So hat sich nun Drehbuchautor Peter Briggs zu Sigourney Weavers Aussage geäußert, Aliens vs. Predator habe mehr kaputtgemacht, als es sich gelohnt hätte. Er habe davon in der Entertainment Weekly gelesen und konnte es nicht fassen, dass sie noch immer dieselbe Leier erzähle.

Für Briggs hat Alien vs. Predator auch eine besondere Bedeutung, war es doch seine erste professionelle Arbeit als Drehbuchautor. "Meine Version von Alien vs Predator, ein Spec Script [ein ohne Auftrag verfasstes Drehbuch], das ich im Sommer 1991 schrieb, war der allererste Entwurf, das erste tatsächliche Stück Arbeit, das für das Studio verrichtet wurde", so Briggs. Seine Fassung blieb auch für Jahre die einzige Fassung, bis Regisseur Paul W. S. Anderson hinzukam und eine neue Fassung schrieb und die schlußendlich verfilmte. "Man kann sagen, dass Alien vs. Predator meine Karriere gestartet hat, auch wenn es am Ende nicht verfilmt wurde."

Sigourney Weavers Aussage, sie habe Ripleys Tod gegen Ende von Alien 3 eingefordert, nachdem sie erfahren hatte, dass ein Alien vs. Predator-Streifen geplant sei, könne nach Briggs so nicht stimmen. Die Dreharbeiten zu Alien 3 unter Regisseur David Fincher begannen demnach bereits im Januar 1991. Auch der vorherige Regisseur Vincent Ward habe Ripleys Tod wohl bereits in seinen Drehbuchfassungen integriert. Briggs habe sein Spec Script im September 1991 vollendet. Sein ursprünglicher Plan sei es gewesen, mit dem Drehbuch erste Aufmerksamkeit zu sammeln und vielleicht den ein oder anderen Job zum Drehbücher überarbeiten zu erhalten. Doch es kam noch besser: Produzent Larry Gordon hat das Drehbuch sofort gekauft. Das Thema Alien vs. Predator war bei 20th Century Fox aber erst Tage vor dem Kauf des Drehbuchs besprochen worden.

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Die Kinoversion von Alien 3 enttäuschte nicht nur die Fans der Reihe
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"Als ich dann hörte, dass Sigourney Weaver sich daran erinnerte, Ripley in Alien 3 töten zu lassen, weil sie gehört haben will, dass Fox darüber sprach, Alien vs. Predator zu produzieren, und das, obwohl über unser Projekt erst ein knappes Jahr nach Produktionsbeginn ihres Films besprochen wurde, musste ich meine Augen rollen."

Er selbst sei nicht besonders begeistert von den beiden AVP-Streifen, vor allem nicht über Aliens vs. Predator: Requiem, aber er wünsche sich, dass Weaver damit aufhört, Alien vs. Predator als Buhmann herzunehmen und stattdessen endlich zugibt, dass die beiden Alien-Filme nach James Camerons Aliens es von ganz allein geschafft haben, die Alien-Reihe in den Sand zu setzen - und Weaver war sogar an beiden beteiligt. Briggs sei sich nicht einmal sicher, ob Weaver das Drehbuch zu Alien vs. Predator überhaupt gelesen habe. Während Ridley Scotts Alien über alle Maßen erhaben sei, finde Briggs, dass die Idee und das Konzept von Alien vs. Predator an sich sehr gut und voller Potential sei. Das zeigte sich schließlich auch im Einspielergebnis. Während Andersons Alien vs. Predator weltweit rund 172 Millionen Dollar einspielen konnte, spielte Alien 3 nur 159 Millionen Dollar und Alien: Die Wiedergeburt nur 161 Millionen Dollar ein.

"Da ist ein unglaublicher Alien vs. Predator-Streifen, der noch immer von jemanden inszeniert werden muss. Es ist nur noch nicht geschehen", so Briggs.

nach dem Flop von Aliens vs. Predator: Requiem bleibt nur die Frage, welches Studio will es nochmal wagen?