Wie ein guter B-Film anfangen muss? Am besten mit ein paar nackten Brüsten, einer zahmen Sex-Szene, Sommer, Sand und guter Laune. All das bietet „3-Headed Shark Attack“, nachdem man ein paar Minuten Stabsangaben über sich ergehen lassen hat. Aber immerhin, danach geht es auch gleich in medias res. Das große Fressen beginnt.

3-Headed Shark Attack - Official Trailer #1

„Mehr Köpfe = mehr Tote“ lautet der Untertitel, den sich der deutsche Verleih ausgedacht hat. Das passt auch durchaus, werden doch schon gleich in den ersten Minuten die ersten Opfer gefressen. Diesmal ist es ein – welch eine Überraschung angesichts des Titels! – riesiger, dreiköpfiger Hai, der sein Unwesen treibt.

3-Headed Shark Attack - Machete gegen den dreiköpfigen Hai

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Der Film erscheint am 30.10.2015 auf Blu-ray und DVD.
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Woher das Biest kommt, wird am Ende en passant geklärt. Oder zumindest angedeutet. Letzten Endes ist es aber völlig egal. Das Vieh ist einfach da, es hat immer Hunger und es frisst, was nicht bei Drei aus dem Wasser ist. Wobei: Am Strand herumlungern oder sich auf einem Schiff sicher wähnen, rettet einen hier auch nicht.

Aber der Reihe nach: Wir fangen mit ein paar Wissenschaftlern an, die an irgendwas forschen, das uns nicht weiter zu interessieren hat. Wichtig ist nur: Es gibt eine unterseeische Anlage, die vom dreiköpfigen Hai attackiert wird. Das ist so ein bisschen wie „Deep Blue Sea“, nur mit schäbigeren Effekten, mieserer Besetzung und weniger gutem Inszenierungsstil.

Aber gut, bei einer Asylum-Produktion erwartet niemand den großen Meilenstein des Kinos. Wohl aber, wenn man Glück hat, einen neuen Meilenstein des Monster-Hai-Genres. Und was soll man sagen? „3-Headed Shark Attack“ rockt!

3-Headed Shark Attack - Machete gegen den dreiköpfigen Hai

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Die Frauen tragen natürlich beinah ausschließlich Bikinis. Die ganze Zeit über.
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Drei Köpfe haben Hunger

Wie unsere Hauptfiguren heißen, ist irrelevant. Namen werden erwähnt, merken muss man sie sich aber nicht. Ein paar fliehen mit einem fragwürdigen Schiff vor dem Hai, der das nicht übelnimmt, da er ein größeres Party-Schiff gefunden hat, das als Zwischenmahlzeit gut dient. Weiter muss man in der Handlung eigentlich nicht gehen. Die Marschrichtung ist klar. Viel Action, ein paar wohldosierte CGI-Effekte und reichlich frische Luft für die Akteure – all das ist hier geboten.

Abendfüllend sieht anders aus, aber dafür wird fettfreie Trash-Unterhaltung geboten.Fazit lesen

Dabei gestaltet sich der Film nicht unbedingt spannend, wohl aber unterhaltsam, weil sich immer was rührt. Es vergehen stets nur wenige Minuten, bis die Hai-Action wieder im Vordergrund steht. Das ist umso bemerkenswerter, da der Film auch eine sehr ökonomische Laufzeit hat. Weniger als 70 Minuten dauert das Spektakel, wobei Vor- und Abspann auch noch kräftig ins Kontor schlagen. Aber das hat auch sein Gutes. Unnötiges Fett ist praktisch nicht vorhanden.

Man muss nicht ellenlange, elend langweilige Dialoge über sich ergehen lassen. Nur am Anfang, als man auf die Unterwasserstation kommt, gibt es davon ein bisschen zu viel des Guten. Das nennt sich dann Charakterbildung. Als ob man gerade das bei einem Asylum-Film bräuchte.

3-Headed Shark Attack - Machete gegen den dreiköpfigen Hai

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Uuuuuuund ... die ist weg.
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Machete jagt Hai

Als Gaststar agiert Danny Trejo. Es dauert, bis er auftritt. Danach dauert es auch nicht lange, bis er wieder abtritt. Man weiß ja längst, wie der Hase läuft. Trejo dreht ein paar Dutzend Filme im Jahr, wobei er häufig auf das Machete-Image setzt.

Dementsprechend überrascht es nicht, dass er hier auch mit einer Machete hantieren darf.

Hai gegen Machete, wer da gewinnen muss, kann man sich an allen fünf Fingern einer Hand ausrechnen. Aber auch wie es weitergeht, ist so klar wie Haifischsuppe. Was soll’s, nichts an „3-Headed Shark Attack“ ist überraschend. Das einzige, was zählt: Ist das alles auch unterhaltsa?. Ja, das ist es, wenn man Trash á la Asylum mag. Ist das der Fall, ist man hier zwar nicht im Himmel, aber zumindest langweilt man sich nicht, während man auf der Couch liegt. Tatsächlich ist das einer der besten Hai-Filme der letzten Jahre, und das vor allem, weil er kurz ist.