28 Weeks Later – Filmkritik

Blutiges Endzeitkino: Der meisterhafte Horrorschocker in der gamona-Filmkritik.

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von David Hain, 28. August 2007 17:11 Uhr

Zombies haben es seit jeher schwer. Und damit ist nicht die verzweifelte Suche nach Gehirnen oder nahrhaften Körperteilen gemeint. Viel mehr sind es die deutschen Jugendschutzbehörden, die das Genre in den 80er Jahren vollends aus den Videotheken verbannt haben. Die harten Fressfilmchen gerieten lange Zeit in Vergessenheit. Dann kommt 28 Days Later - und macht den Zombiefilm mit einem Mal wieder salonfähig.

Für die Fortsetzung 28 Weeks Later räumt Danny Boyle, der Regisseur des Erstlings, jedoch seinen Stuhl für jemand Anderes, da er selbst mit den Dreharbeiten zum Sci-Fi-Thriller Sunshine genügend um die Ohren hatte. Stattdessen nimmt der relativ unbekannte Spanier Juan Carlos Fresnadillo dessen Platz ein, um die Produktion - im wahrsten Sinne des Wortes - mit frischem Blut zu erfüllen.

Eine schreckliche erschrockene Familie

Ein halbes Jahr ist mittlerweile vergangen, seit der tödliche "Rage"-Virus die britische Bevölkerung so gut wie ausgelöscht hat. Die Lage scheint eingedämmt, der letzte Infizierte ist längst verhungert. Unter Führung des US-Militärs soll London neu besiedelt werden. Einer dieser Flüchtlinge ist Don Harris (Robert Carlyle), der nach dem Tod seiner Frau Alice mit seinen Kindern Andy und Tammy ein neues Leben in der Sicherheitszone beginnen will. Doch dann taucht Alice wieder auf - und trägt unwissentlich ein tödliches Geheimnis in sich.

Screenshot zu: Blutiges Endzeitkino: Der meisterhafte Horrorschocker in der gamona-Filmkritik.Die Infizierten lassen sich durch einfache Barrikaden nicht aufhalten.

Bei Fortsetzungen drängt sich meist unweigerlich die Frage auf, was der Regisseur dem Zuschauer noch vermitteln möchte, das nicht bereits im Vorgänger erzählt wurde. Die Seuche ist ausgebrochen, Menschen fallen übereinander her wie Tiere, England steht vor dem Abgrund. Damit ist eigentlich alles gesagt. Alex Garland, Drehbuchautor beider Streifen, startet zum Glück gar nicht erst den Versuch, eine plumpe "Neuinterpretation" von 28 Days Later abzuliefern.

Stattdessen konzentrieren sich die Macher im Kern auf eine tragische Familiengeschichte und spinnen ihre apokalyptischen Weltuntergangsszenarien nur zweitrangig darum. Die Figuren und Geschehnisse des Vorgängers werden gar nicht erst angesprochen, Regisseur Fresnadillo mischt die Karten völlig neu und lässt auch die üblichen Genre-Klischees außen vor: Die Mär über Familienbande, die selbst den Tod überdauern, ist eher dramatisches Kopfkino als blutrünstige Splattermanscherei.

Kommentare 5
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Thosar15.06.2008 08:43
Man war der Film mieß.
Immer nur dieses "Weggelaufe", leute die nur um spannung zu erzeugen etwas dummes machen...
riesen Logiglücken (Ein sicherer Raum mit ner Tür durch die n einziger Zombie durchkommt? soso!) Naja wers mag.
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Überpüfer29.08.2007 21:53
doch onen links - allerdings denke ich mal das die werbetreibenden hier schon etwas .. na sagen wir "bauernschlau" agieren - da der schliessen -butta a) erst später kommt und b) wenn er da, noch eine weile inaktiv - ist...

ein schelm wer da böses denkt.. ;)
aber da kann gamona nix gegen machen denkich..
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so nich =)29.08.2007 15:50
verd.... eure werbung läßt sich nicht wegklicken !!!
prüft das bitte
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WizardooWizardoo29.08.2007 00:25
Oh man, auf den Film freue ich mich schon, seit ich die Vorwerbung gesehen habe. Und diese Bewertung vermindert die Vorfreude nicht gerade.

Naja, ich hätte ihn zwar auch gemocht, wenn es nur Splatter-Zombier-Action gewesen wäre, aber wie es scheint kommt er über das normale Horror-Niveau hinaus.
Naja, alles was da an brutalen Szenen evtl. fehlt wird Resident Evil dann wieder gutmachen, wie ich vermute ;-)
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CarnageDarkCarnageDark28.08.2007 19:37
Nett geschrieben, aber vieles habe ich überlesen, da sonst zu viel gespoilert wird.

Werde mir den Film wohl mal ansehen.
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28 Weeks Later
28 Weeks Later FilmplakatRegie: Juan Carlos FresnadilloGenre:HorrorFilmstart: Spieldauer: 101 minDarsteller:Amanda Lawrence, Amanda Walker, Andrew Byron, Beans El-Balawi, Catherine McCormack, Chris Ryman, Drew Rhys-Williams, Ed Coleman, Emily Beecham, Garfield Morgan, Harold Perrineau, Idris Elba, Imogen Poots, Jane Thorne, Jeremy Renner, Karen Meagher, Kish Sharma, Mackintosh Muggleton, Maeve Ryan, Matt Reeves, Meghan Popiel, Philip Bulcock, Raymond Waring, Robert Carlyle, Roderic Culver, Rose Byrne, Sarah Finigan, Shahid Ahmed, Simon Delaney, Stewart Alexander, Thomas Garvey, Tom Bodell, Tristan Tait, William Meredith
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